BERNT LÜCHTENBORG: Luzerner Weltumsegler kollidiert mit Wal

Bernt Lüchtenborgs beschädigte Segeljacht trieb tagelang auf stürmischer See. Zum Glück wurde der 56-jährige Luzerner von einem Luxuskreuzer gerettet – und er will nicht aufgeben.

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Szene von der Rettungsaktion. (Bild pd)

Szene von der Rettungsaktion. (Bild pd)

Der Plan des 56-Jährigen: Mit seiner 16 Meter langen Segeljacht «Horizons» will er zweimal die Welt umsegeln, um auf den Klimawandel aufmerksam zu machen. Nach einer Kollision mit einem schlafenden Wal – so die Vermutung Lüchtenborgs – trieb er drei Tage lang in 6 bis 8 Meter hohen Wellen, bevor er von gerettet und nach Neuseeland gebracht wurde. Seine «Horizons» musste er allerdings mit Laptop und Portemonnaie treiben lassen.

Inzwischen konnte Lüchtenborg das Boot orten und von der neuseeländischen Küstenwache an Land ziehen lassen. Lüchtenborg stellt aber fest: «In der Zeit, als das Schiff auf See trieb, und bei der Abschleppaktion sind leider weitere Schäden hinzugekommen.» Gelitten haben unter anderem die Windsteuerung, das Vorsegel sowie die Seilzüge und die Hydraulik am Ruder.

«In Deutschland schwirren derweil Gerüchte durch die Medien, dass ich das Projekt sail2horizons hier beende und zurückkehre!», schreibt Lüchtenborg in seinem Online-Logbuch. Und stellt klar: «Das ist definitiv falsch. Mein Ziel ist es, noch vor Weihnachten von Neuseeland aus Richtung Kap Horn zu starten.»

Guido Felder/scd