BEROMÜNSTER: Erfolg für Flugplatzgegner

Die Flug-Pistengegner können einen Teilerfolg verbuchen: Sie dürfen an einem runden Tisch mitreden. Und nun melden sich weitere Kritiker zu Wort.

Sasa Rasic
Merken
Drucken
Teilen
Auf dem Flugplatz Beromünster soll die bestehende Rasenpiste mit einer aus Asphalt ersetzt werden. (Bild: Nadia Schärli)

Auf dem Flugplatz Beromünster soll die bestehende Rasenpiste mit einer aus Asphalt ersetzt werden. (Bild: Nadia Schärli)

Der Luzerner Regierungsrat schaltet sich in die Kontroverse um die geplante Hartbelagpiste auf dem Flugplatz Beromünster ein. Er will dafür sorgen, dass sich die Gemeinde Beromünster, die Flugplatzbetreiberin Flubag und die Interessengemeinschaft Fluglärm an einem runden Tisch austauschen können. Dies ist eine Reaktion auf die Kritik in einem offenen Brief, den die IG Fluglärm dem Regierungsrat zugestellt hat. Darin wird das Verhalten des Kantons als Grundstückseigentümer kritisiert – insbesondere die Unterzeichnung des Baugesuchs ohne Rücksprache mit der Gemeinde (Ausgabe vom 19. April). Wie die IG auf Anfrage schriftlich bekannt gibt, werde derzeit trotzdem eine Einsprache formuliert, die vor Ende der Auflagefrist am 7. Mai von ihr eingereicht werden soll. Des Weiteren werde man eine Sammeleinsprache anstrengen.

Grüner Kantonsrat übt Kritik

Derweil erreichen unsere Zeitung zahlreiche Leserbriefe zum Thema, vor allem von Anwohnern, welche sich um die Wohnqualität im Michelsamt sorgen. Ebenfalls zu Wort meldet sich Kantonsrat Andreas Hofer (Grüne, Sursee). Dieser wirft der Flubag vor, die Bevölkerung anzulügen. Gemeint ist vor allem das Argument, dass eine Asphaltpiste auch Flüge in Schlechtwettermonaten ermögliche und der Lärm so besser verteilt werde. «Ich würde nur bei schönem Wetter fliegen, egal, ob die Piste betoniert ist oder nicht», schreibt er.

Hans-Rudolf Müller, Verwaltungsratspräsident der Flubag, kontert: «Es liegt im eigenen Interesse der Flubag, die Bewegungen auch auf schlechtere Wettertage zu verteilen. Damit kann die Auslastung der Flugzeuge optimiert werden.» Wegen der Hartbelagpiste werde die Anzahl der in Beromünster stationierten Flugzeuge kaum zunehmen.

Viele Skeptiker des Hartbelags fragen sich auch, was passiert, wenn die geplante Piste einmal rückgebaut werden muss, und ob von der Flubag dafür Rückstellungen getätigt werden oder die Allgemeinheit diese Kosten übernehmen muss. Die Flubag plant nach eigenen Angaben keine Rückstellungen. Müller: «Nein, hier gibt es keine behördliche Auflage.»