BEROMÜNSTER: Fröhliches Farbenfest im «Fläcke»

Es war ein Bild wie aus einem Kinderbuch: Hunderte von Fasnächtlern in bunten Kostümen genossen am Donnerstagmorgen das Guuggertreffen in Beromünster.

Drucken
Teilen

«Es ist einfach lässig», schwärmte Ruth Bucher (50) im originellen rot-weiss-schwarzen Kostüm mit kleinen aufgenähten Kühen. Sie sei eine gebürtige Zürcherin, wohne aber seit 23 Jahren in Beromünster und sei inzwischen eine angefressene Fasnächtlerin. «Es passiert in der Welt so viel Trauriges, aber an der Fasnacht können die Leute fröhlich sein. Es ist ein richtiges Volksfest, alle duzen sich.»

An der Fasnacht komme man sofort mit anderen Leuten in Kontakt, bestätigte Karin «Gritli» Wandeler aus Schenkon, «man traut sich eher, Leute anzusprechen, weil alle so lustig sind.» Die 42-Jährige war mit drei Freundinnen im Dirndl und mit Blumenkränzen auf dem Kopf unterwegs – passend zum Motto des diesjährigen Zunftmeisters der Fleckenzunft, Peter Walther: «urchig und bodeständig».

«Schöner als in der Stadt»
Es war beissend kalt, doch die rund zehn Guuggenmusigen spielten sich die Finger heiss. «Der Sternmarsch ist Tradition», sagte Roger (25), Mitglied der Bräntetätscher Schwarzenbach. «Der Fläcke hat einen besonderen Charme», pflichtete Guuggenmusig-Kollege Chregu (23) bei. «Die Fasnacht auf dem Land ist sowieso schöner als in der Stadt. Denn hier kennt jeder fast jeden.»

mig