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Beromünster: Gärtner tritt am Sonntag gegen Gymnasiallehrer an

Für die Gemeinderats-Ersatzwahl in Beromünster steigen am Sonntag zwei FDP-Kandidaten gegeneinander ins Rennen. Und in Reiden gehts nicht um die Wurst, aber immerhin um die Zukunft der Badi. Weitere kommunale Abstimmungen gibts in Luzern, Entlebuch und Meierskappel.
Susanne Balli

Die Bevölkerung von Beromünster hat diesen Sonntag eine echte Wahl. Weil der bisherige Gemeinderat und Ressortleiter Sicherheit und Umwelt, Hans-Peter Arnold (FDP), per 1. April die Nachfolger des zurücktretenden Charly Freitag (FDP) als Gemeindepräsident antritt, wird ein Ersatz für den frei werdenden Sitz gesucht. Zur Wahl stehen zwei Kandidaten – beide aus der FDP. Der 43-jährige Lukas Steiger und der 48-jährige Roland Scheuber steigen gegeneinander ins Rennen (wir berichteten).

Lukas Steiger, FDP Beromünster (Bild: PD)

Lukas Steiger, FDP Beromünster (Bild: PD)

«Die Ausgangslage ist spannend», sagt der eidgenössisch diplomierte Gärtnermeister Lukas Steiger, der in «Möischter» eine eigene Gärtnerei führt. Zu seinen Wahlchancen sagt er schmunzelnd: «In der Politik ist alles möglich, und gewählt wird sicher einer von uns beiden. Wenn ich mir aber keine Chancen ausrechnen dürfte, würde ich nicht kandidieren.» Tatsächlich ist Steigers Bekanntheitsgrad in Beromünster gross, wie er selber bestätigt. Denn die Bevölkerung kennt ihn nicht nur durch seine Bepflanzungen und Blumen. Steiger ist auch Präsident des Gewerbevereins Beromünster und Umgebung. Damit kann er auf die Unterstützung der Gewerbler zählen. «Ich bin Möischterer, seit ich auf der Welt bin. Ich möchte mich für diese Gemeinde einsetzen und etwas zurückgeben», sagt der verheiratete Vater von zwei Buben im Alter von 8 und 12 Jahren. Falls er die Wahl in den Gemeinderat schaffe, werde er das Präsidium des Gewerbevereins abgeben, wie er sagt. Im Gärtnereibetrieb habe er einiges reorganisiert, sodass das 30-Prozent-Pensum als Gemeinderat mit seinem Geschäft vereinbar wäre.

Roland Scheuber, FDP Beromünster. (Bild: PD)

Roland Scheuber, FDP Beromünster. (Bild: PD)

Auf eine breite Unterstützung kann aber auch Steigers Kontrahent Roland Scheuber zählen. Er wird durch ein überparteiliches Komitee unterstützt. Der 48-Jährige Lehrer für Wirtschaft und Recht an der Kantonsschule Beromünster ist verheiratet und hat zwei Buben im Alter von 11 und 13 Jahren. «Ich war schon immer politisch aktiv und bin derzeit Co-Präsident der FDP-Ortspartei», sagt Scheuber. Er erhalte viele positive Rückmeldungen zu seiner Kandidatur, eine Prognose könne er aber nicht machen. «Die Konkurrenzsituation bei dieser Wahl ist schon speziell», sagt Scheuber. Er begrüsst es aber, dass die Bevölkerung von Beromünster eine Wahl hat. «Für die an der Urne gewählte Person ist dies eine ganz andere Legitimation, als dies bei einer Stillen Wahl der Fall wäre», sagt er.

Scheuber hat sich schon einmal einer Gemeinderatswahl gestellt. Im September 2012 wählte Beromünster nach der Fusion mit Neudorf den ersten gemeinsamen Gemeinderat. Damals verpasste Scheuber das absolute Mehr knapp.

Weitere Abstimmungen in Reiden, Entlebuch, Luzern und Meierskappel

Folgende Urnengänge finden am Sonntag neben den Regierungs- und Kantonsratswahlen in den Gemeinden statt:

  • Reiden stimmt in einer Doppelabstimmung über die Zukunft des Hallen- und Freibades ab. Es geht um einen 16,05-Millionen-Franken-Kredit für die Sanierung und den Betrieb der Badi oder über einen 2,5-Millionen-Franken-Kredit für den Abbau der Badi (wir berichteten).
  • Entlebuch entscheidet über den Bebauungsplan Marktplatz mit Zonenplanänderung sowie einem Sonderkredit von 1,28 Millionen Franken für die Kosten der dortigen öffentlichen Plätze und Parkplätze. Geplant ist ein Nutzungsmix aus Miet- und Eigentumswohnungen, Gewerbe und Gastronomie (wir berichteten).
  • Die Stadt Luzern befindet über das Budget 2019. (Hier die wichtigsten Fragen und Antworten dazu).
  • Meierskappel über einen Sonderkredit von 2,8 Millionen Franken für den Neubau eines Mehrzweckgebäudes (wir berichteten).

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