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BEROMÜNSTER: Motel soll Lücke füllen

Keine andere Luzerner Region verfügt über weniger Übernachtungsmöglichkeiten als das Michelsamt. Ein Motel im Dorfteil Neudorf soll dies ändern. Es gehört zu einer 14-Millionen-Überbauung.
Ernesto Piazza

Ernesto Piazza

ernesto.piazza@luzernerzeitung.ch

In der Gemeinde Beromünster entsteht im Dorfteil Neudorf ein neues Motel mit elf Doppel- und fünf Einzelzimmern. Das dazu ausgebaute Gewerbehaus ist Bestandteil einer rund 14 Millionen Franken teuren Überbauung. Diese beinhaltet weiter vier Häuser mit insgesamt 13 Wohnungen im Stockwerkeigentum. Ende Jahr sollen die Einheiten fertig sein. «Wir hoffen, dass der Bezug ab Februar 2018 erfolgen kann», sagt Viktor Salicunaj, Geschäftsführer der Consus Immobilien GmbH in Luzern. Sie tritt als Bauherr von drei Liegenschaften auf. Dazu gehört auch das Motel. Bei den beiden übrigen Häusern obliegt die Federführung der RDG Invest GmbH, Ebikon.

Mit der Überbauung des zirka 4400 Quadratmeter grossen Grundstücks geht es zügig vorwärts. «Es läuft alles nach Plan», sagt Salicunaj. Er spricht bei Neudorf von einem «idealen Ort» für das sich auf zwei Etagen befindende Motel. Er ist überzeugt: «Mit dieser Lösung füllen wir eine Lücke. Es gibt hier ein Marktpotenzial.» Seine Aussage stützt auch eine Lustat-Statistik des Kantons Luzern für Hotels und Kurbetriebe 2016. Dort meldet die Region Michelsamt/Surental 29 verfügbare Gästezimmer. Das ist mit Abstand die tiefste Zahl. Ihr am nächsten kommt noch die Region Seetal mit 68 Zimmern.

Zusammenarbeit mit Golfpark wird angestrebt

Der Entscheid, in Neudorf ein Motel zu bauen, musste allerdings reifen. Sie hätten lange überlegt, wie sie die rund 900 Quadratmeter grosse Gewerbefläche nutzen sollten, gesteht der Consus-Geschäftsführer.

Der Betrieb wird unter dem Namen Wyna laufen und lehnt somit an den in der Nähe entspringenden Fluss an. Als Klientel sehen die Verantwortlichen eine breite Palette von Gästen wie Handwerker oder Aussendienstmitarbeiter. Das könne von einer Nacht, über eine Woche bis hin zu Monatsaufenthaltern gehen, sagt Salicunaj. Er sieht auch Feriengäste, welche auf der Durchfahrt von Norden nach Süden oder umgekehrt sind. Der Autobahnanschluss in Sempach sei schnell zu erreichen. «Weiter streben wir eine Zusammenarbeit mit dem Golfpark Hildisrieden an.» Konkret: Turnierspieler hätten bei mehrtägigen Events die Möglichkeit, im Motel Wyna zu nächtigen.

In welchem Preissegment sich die Motelzimmer bewegen, könne er noch nicht sagen, so der Consus-Geschäftsführer. «Im Moment sind wir dabei, diese festzulegen. Sie werden sich aber im ortsüblichen Rahmen bewegen.» Das Motel ist mit einer zu den üblichen Bürozeiten besetzten Rezeption ausgestattet. Ansonsten soll den Gästen ein Self-check-in-Gerät den Zugang in die Zimmer ermöglichen.

Im Erdgeschoss des Gebäudes könnte sich der Bauherr eine Bäckerei mit Café und Frühstücksecke für die Motelgäste vorstellen. «Diesbezüglich werde ich mit umliegenden Betreibern Gespräche führen.»

Fluglärm «kein wirklicher Störfaktor»

Bei den Wohnungen seien sie bestrebt, «einen ausgewogenen Mix in einem qualitativ hohen Standard anzubieten», sagt Salicunaj. Gebaut werden diese in den Segmenten 3?-Attika- und 4?-Zimmer-Wohnung. Dass es pro Geschoss nur eine Wohnung gibt, beurteilt Salicunaj als weiteren Pluspunkt.

Den Fluglärm in der Anflugschneise zum in unmittelbarer Nähe gelegenen Flugplatz Beromünster sieht Salicunaj hingegen als «keinen wirklichen Störfaktor». Die Wohnungspreise bewegen sich im Rahmen von 645000 bis 790000 Franken. Ein Tiefgaragenplatz kostet zusätzliche 35000 Franken.

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