Beromünster

Nach Nein an der Urne: Ortsplanung wird in zwei Etappen zur Abstimmung gebracht

Der Gemeinderat hat entschieden, die Revision der Ortsplanung aufzuteilen: Über den neuen Standort des Pflegeheims und die restlichen Punkte wird separat abgestimmt.

Drucken
Teilen

Mit 53 Prozent Nein-Stimmen haben die Stimmberechtigten von Beromünster die neue Ortsplanung im Mai 2020 abgelehnt. Eine später durchgeführte Umfrage mit 1032 Bürgern zeigte, dass die Vorlage unter anderem zu komplex war. Diese Rückmeldung hat der Gemeinderat ernst genommen. Nun hat er entschieden, die neuerliche Abstimmung über die Ortsplanung in zwei Etappen durchzuführen, wie er am Donnerstag mitteilte.

Zunächst soll voraussichtlich im Herbst dieses Jahres über den neuen Standort für das Pflegeheim Bärgmättli abgestimmt werden. Das Heim ist sanierungsbedürftig und entspricht den heutigen Anforderungen nicht mehr. Ein Neubau wird angestrebt, da eine Sanierung ein schlechteres Kosten-Nutzen-Verhältnis aufweisen würde, wie eine Machbarkeitsstudie zeigte. Für den neuen Standort im Gebiet Bifang ist eine Einzonung nötig.

Zweite Etappe bis im Sommer 2022

Die zweite Etappe der Ortsplanungsrevision soll voraussichtlich im Sommer 2022 zur Abstimmung kommen. Dabei geht es um generelle Anpassungen der rechtlichen Grundlagen, aber etwa auch um den Neubau der Dreifachturnhalle samt Feuerwehrstützpunkt.

Das schrittweise Vorgehen entspreche nicht nur dem Wunsch der Bevölkerung, sondern auch der Empfehlung der rund dreissigköpfigen Begleitgruppe zur Ortsplanung, wie es in der Mitteilung weiter heisst.

Pflegeheim und Umfahrung liegen gleichzeitig auf

Der Gemeinderat wie auch die Begleitgruppe empfehlen zudem das Gebiet Bifang für das neue Pflegeheim, heisst es weiter. «Der Standort ist zentral gelegen, gut erschlossen und gut erreichbar», lässt sich Gemeindepräsident Hans-Peter Arnold zitieren. Entscheidend ist ausserdem, dass beim heutigen Heim die geplante Umfahrungsstrasse des Fleckens durchführen soll. Der Kanton biete an, das Gebäude und die Parzelle abzukaufen. Die beiden Projekte sollen denn auch im zweiten Quartal 2021 gleichzeitig öffentlich aufgelegt werden.

Vorgesehen ist, rund um das neue Pflegewohnheim und die geplanten Alterswohnungen ein Gesundheitskompetenzzentrum zu etablieren, inklusive Arzt, Zahnarzt, Spitex und weiteren Dienstleistern.