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BEROMÜNSTER: Notlandung sei Dank: Michelsämter feiern ihren Flugplatz

Die diesjährige «Flüügerchilbi» feierte die Entstehung des Flugplatzes vor 70 Jahren. Aufsehen erregte der grösste einmotorige Doppeldecker der Welt. Gleich im Zweierpack rollten die Flieger im Michelsamt an – ungewollt.
Mit einer solchen Maschine (oben links) landete Pilot Fridli vor 70 Jahren in Beromünster. Bild rechts: Hans-Martin Fridli, der Neffe des Piloten, neben Zeitzeugin Trudi Messmer-Erni und Hans-Rudolf Müller, Präsident der Flubag. Die «Flüügerchilbi» lockte auch dieses Jahr Tausende Zuschauer an. Besonderes Highlight war die Landung einer Antonov An-2 (Bild links unten). (Bild: Pius Amrein (Beromünster, 1. Juli 2017))

Mit einer solchen Maschine (oben links) landete Pilot Fridli vor 70 Jahren in Beromünster. Bild rechts: Hans-Martin Fridli, der Neffe des Piloten, neben Zeitzeugin Trudi Messmer-Erni und Hans-Rudolf Müller, Präsident der Flubag. Die «Flüügerchilbi» lockte auch dieses Jahr Tausende Zuschauer an. Besonderes Highlight war die Landung einer Antonov An-2 (Bild links unten). (Bild: Pius Amrein (Beromünster, 1. Juli 2017))

Die Schwerkraft überwinden und wie ein Vogel durch die Lüfte gleite: Wie Menschen den Traum vom Fliegen verwirklichen, erlebten gestern die Besucher der «Flüügerchilbi» auf dem Flugplatz Beromünster. Im Hangar konnten die Aviatikfans Flugzeuge aus nächster Nähe bestaunen und im Helikoptersimulator ihr Fingerspitzengefühl unter Beweis stellen. Wer es realitätsnäher mochte, unternahm mit einem Fluglehrer einen Schnupperflug.

Die diesjährige «Flüügerchilbi» stand ganz im Zeichen der Jubiläumsfeier. Vor 70 Jahren, am 5. Juli 1947, landete erstmals ein Flugzeug in Beromünster. Der Flugplatz existierte damals noch nicht. Ein technischer Defekt hatte den Piloten Hans Fridli zur Notlandung gezwungen.

Trudi Messmer-Erni, damals 21-jährig, erinnert sich: «Da war plötzlich ein Flugzeug auf dem Feld. Mein Bruder Hans und ein paar Männer schoben es dann vor die Scheune.» Der Pilot Fridli konnte den Defekt am Flugzeug schliesslich beheben und seinen Flug wieder fortsetzen.

Tankfüllung zum Preis von anno dazumal

Gestern an der «Flüügerchilbi» wurde die erste Landung im Michelsamt nachgestellt. In Anwesenheit von Trudi Messmer-Erni und Hans-Martin Fridli, dem Neffen des damaligen Piloten, landete Hans-Rudolf Müller, Präsident der Flubag, mit seiner Piper J-3. 1947 war Hans Fridli mit einer Maschine ebendieses Typs unterwegs. Ausserdem erhielt jeder Pilot, der gestern Beromünster anflog, eine Tankfüllung zum Preis von 1947. Ein Liter Kerosin kostete damals 47 Rappen. Heute sind es 2.03 Franken.

Neben der Piper J-3 galt die Aufmerksamkeit der Besucher, die sich dicht an die Absperrung der Piste drängten, vor allem einem Brocken: der Antonov An-2 – dem grössten einmotorigen Doppeldecker der Welt. Die Ironie der Geschichte: Aufgrund eines technischen Problems konnte die Maschine nicht starten. Der Verein Starflight, der sie unterhält, liess kurzerhand seine zweite An-2 aus Basel kommen, um die Ersatzteile zu liefern. So war die Antonov gleich doppelt zu bestaunen. Ausser den vielen «Flüügern» gab es in Beromünster natürlich auch eine Chilbi. Die Musikgesellschaft Neudorf war gestern für die Unterhaltung und das leibliche Wohl der Besucher besorgt. Ein Buffet im Hangar, ein Tanzzelt und musikalische Umrahmung sorgten für Kilbi-­Atmosphäre.

Manuel Burkhard

Flüügerchilbi 2017: Stinson L-5 Sentinel Propellerflugzeug (1944) (Bild: Leserbild: Mario Burger)

Flüügerchilbi 2017: Stinson L-5 Sentinel Propellerflugzeug (1944) (Bild: Leserbild: Mario Burger)

Antonov AN 2 während der Flüügerchilbi in Beromünster (Bild: Leserbild: Husmann Xaver)

Antonov AN 2 während der Flüügerchilbi in Beromünster (Bild: Leserbild: Husmann Xaver)

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