BEROMÜNSTER: Räume im 70er-Stil weichen Bau mit viel Licht

Eine neue grosszügige Mensa löst das Platzproblem an der Kanti Beromünster. Der neue Schultrakt ist gestern eingeweiht worden – und ist laut dem Regierungsrat ein klares Bekenntnis zum Schulstandort.

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Propst Josef Wolf bei der Einsegnung der neuen Mensa (oben) und Schüler der Kanti Beromünster. (Bilder: Dominik Wunderli (20. Januar 2017))

Propst Josef Wolf bei der Einsegnung der neuen Mensa (oben) und Schüler der Kanti Beromünster. (Bilder: Dominik Wunderli (20. Januar 2017))

Die Mensa der Kanti Beromünster platzt seit Jahren aus allen Nähten. Dies haben bereits im Jahr 2000 denn auch Baufachleute bestätigt. Gestaffelte Essenszeiten und Verpflegungen ausserhalb der Kanti konnten kaum Abhilfe schaffen. Andere bauliche Dringlichkeiten an der Schule wurden aber vorgezogen.

Nun – 17 Jahre später – ist es so weit. Seit gut einer Woche steht den rund 350 Schülern und gut 60 Lehrern eine neue Mensa mit bis zu 170 Plätzen zur Verfügung – etwa 50 mehr als bisher. In den Neubau hat der Kanton 2,85 Millionen Franken investiert. Im Mai 2016 fuhren die Baumaschinen auf, die Arbeiten dauerten rund neun Monate.

Bau gliedert sich in bisherige Architektur ein

Rektor Jörg Baumann zeigt sich zufrieden mit dem Ergebnis, das sich in die bisherige Architektur der Kanti eingliedert. Der bestehende Sport- und Mensatrakt wurde im Obergeschoss umgebaut und um einen zweistöckigen Anbau erweitert. «Düsterer ‹70er-Jahre-Groove› ist Helligkeit gewichen», sagt Baumann. Mit dem Anbau, der auch neue Garderoben für die Sportlehrer und sanitäre Anlagen enthält, sei die Kanti nun platzmässig für lange Zeit gerüstet. Erneuert wurde ausserdem die vierzigjährige Küche. Mit dem Einbau eines Lifts ist das Gebäude nun auch behindertengerecht.

Die Schüler sind froh, ist die Zeit der Provisorien vorbei. Die Sechstklässlerin Michèle Lang aus Neudorf sagt zur neuen Mensa: «Der Raum ist viel weniger laut und schön hell.» Nadine Decher aus Menziken, die ebenfalls kurz vor der Matur steht, ist sich sicher, dass sie die Mensa künftig auch als Aufenthaltsraum zum Lernen nutzen wird.

Nun sind praktisch alle Gebäude saniert

Bildungsdirektor Reto Wyss (CVP) betonte an der gestrigen Feier: «Der heutige Tag ist ein Bekenntnis zur langfristigen Sicherung des Schulstandorts Beromünster.» Ansonsten hätte der Kanton diese Investitionen nicht getätigt. Wyss führt aus: «Wir fahren weiterhin die Strategie der Langzeitgymnasien.» 2005 war die Kanti Beromünster als Schulstandort überprüft worden.

Jörg Baumann tritt Ende Schuljahr nach zwölf Jahren als Rektor zurück, sein Nachfolger ist Marco Stössel. «Ich bin erfreut, dass ich eine Schule übergeben kann, die in Schuss ist», so Baumann. Die Anfang der 70er-Jahre erbauten Schulgebäude seien – bis auf eine Ausnahme – alle saniert worden. Mit der Innensanierung der Turnhalle werde in Kürze gestartet. Auch die Erneuerung der Energieversorgung soll noch dieses Jahr angegangen werden.

 

Roseline Troxler

roseline.troxler@luzernerzeitung.ch