BEROMÜNSTER: Rassisten vertreiben Beizer aus Beromünster

Idyllisch sieht es aus, das Restaurant Rosengarten in Beromünster. Doch einigen war der türkischstämmige Beizer ein Dorn im Auge.

Drucken
Teilen
Das Restaurant Rosengarten. (Bild pd)

Das Restaurant Rosengarten. (Bild pd)

Drei Wochen, dann war Schluss: Der Wirt des Restaurants Rosengarten hat das Handtuch geworfen. Grund: Rassistisch motivierte Einschüchterungsversuche, wie die Gratiszeitung «.ch» meldet. Eine der Menütafeln sei mit rassistischen Sprüchen verschmiert und zwei Fenster des Autos des Beizers mit Steinen eingeworfen worden. Gemäss einem Beitrag auf «Radio Pilatus» seien zudem «Flugblätter mit ausländerfeindlichen Parolen» verteilt worden. Es wurde Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

«Angst war grösser»
«Wir verurteilen solche Angriffe aufs Schärfste», wird Ignaz Suter, Gemeindepräsident von Beromünster, in «.ch» zitiert. Es handle sich bei den Taten um Einzelfälle, bisher sei im Dorf so etwas noch nie vorgekommen. Im Dorf bedaure man den Weggang des Beizers, seine Kreationen seien sehr beliebt gewesen. «Wir alle wollten ihn zum Bleiben bewegen, doch seine Angst ist grösser», sagt Liegenschaftsbesitzer Michael Egli. Er ist nun auf der Suche nach einem neuen Pächter – am liebsten mit Erfahrung in der mediterranen Küche. Das Restaurant bleibt nun bis auf Weiteres geschlossen.

scd