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BEROMÜNSTER: Stiftskirche: Ausgrabungen sind über 1000 Jahre alt

Die archäologischen Ausgrabungen im Chorherrenstift Beromünster gehen zu Ende. Ergebnis: Die meisten der aufgedeckten Strukturen beim Chor der 1000-jährigen Stiftskirche sind älter als die Kirche selbst.
Archäologen bei den Gräbern unmittelbar beim Chor der 1000-jährigen Stiftskirche. (Bild: pd)

Archäologen bei den Gräbern unmittelbar beim Chor der 1000-jährigen Stiftskirche. (Bild: pd)

Wie die Kantonsarchäologie am Mittwoch mitteilt, liefern die Funde einen Einblick in die frühe Entwicklung der Stifskirche. Das bedeutende Chorherrenstift St. Michael in Beromünster sei ein geschichtlicher und kutlurhistorischer Brennpunkt von nationaler Bedeutung.Bis dato sind die Wissenschaftler davon ausgegangen, dass das Stift zwischen 920 und 980 v. Chr. entstanden ist und man mittels der Funde auf das Hochmittelalter zurückblicken könne.

Darum stellt das Alter der Ausgrabungen für die Forscher eine ziemliche Überraschung dar: Die meisten der aufgedeckten Strukturen unmittelbar beim Chor der Kirche stammen aus der zeit vor dem Bau der 1036 erneuerten Stiftskirche.

Gräber weisen auf kaum bekannte Stiftsanlage hin

Bei den Ausgrabungen kamen zahlreiche Gräber eines ausgedehnten Friedhofs aus dem ersten Jahrtausend n. Chr zutage. Diese gut erhaltenen Gräber weisen auf die erste Stiftsanlage hin, die deutlich vor dem Jahr 1000 gebaut worden sein muss. Zu dieser Stiftsanlage sind bisher kaum Spuren bekannt gewesen. In den Gräbern seien Frauen, Männer und auch Kleinkinder bestattet worden. Anthropologische Untersuchungen der Gebeine, welche Aussagen zu Lebensweise und sozialem Status der Toten liefern können, stünden derzeit noch aus.

Gefundene Gebeine in den Gräbern beim Chor. (Bild: pd)

Gefundene Gebeine in den Gräbern beim Chor. (Bild: pd)

Besiedlung bereits zur Römerzeit

Zuden konnte durch die Ausgrabungen ein bisher unbekanntes spätmittelalterliches Gebäude nachgewiesen werden. Funde, wie etwa Fragmente bemalten Wandputzes belegen eine Besiedlung bereits in römischer Zeit. Zudem werden naturwissenschaftliche Datierungen helfen, den bisher unbekannten Gründungszeitpunkt des Stifts näher einzugrenzen.

Finanziert wurde die archäologische Untersuchung durch den vom Kantonsrat gesprochenen Nachtragskredit von 300'000 Franken. Mangels personeller Kapazitäten der Kantonsarchäologie wird die Grabung durch die auf archäologische Dienstleistungen spezialisierte Firma ProSpect GmbH aus Aarau ausgeführt.

pd/nop

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