BEROMÜNSTER: Stiftstheater erstrahlt in neuem Glanz

Das Stiftstheater und das nebenstehende Gebäude sind umfassend renoviert worden. Vom 18. bis 21. April wird die historische Anlage als moderner Veranstaltungsort mit einem Kulturprogramm eröffnet.

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Blick in den renovierten Theatersaal. (Bild: PD)

Blick in den renovierten Theatersaal. (Bild: PD)

Der Trägerverein Kulturzentrum Stiftstheater Beromünster hat am Mittwoch über die Wiedereröffnung informiert. Der Umbau des Stiftstheaters zu einem Theater- und Kulturhaus schliesse nahtlos an die Nutzung der vergangenen Jahrhunderte an, teilte er mit.

Die Schol wurde 1738 gebaut. In ihr war die Lateinschule und eine Metzgerei untergebracht, später die Feuerwehr, die Post, eine Druckerei sowie öffentliche Toiletten und Telefonkabinen.

Das Stiftstheater dürfte 1523 erbaut worden sein. Es wurde als Getreide- und Brotmarkt genutzt. Auf den Speicherböden wurde aber nicht nur Korn gelagert, sondern auch getanzt.

Nachdem das Stift mit dem Ende des Ancien Régime seine herrschaftlichen Rechte verloren hatte, wurden im 19. Jahrhundert die bisherigen Nutzungen aufgegeben. Das Obergeschoss, die bisherige Tanzlaube, wurde fortan als Theater benutzt.

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Lange Theatertradition

Die Beromünster Theatertradition geht indes bis um 1560 zurück. Standen zunächst kirchliche Stücke auf dem Programm, setzten sich im 19. Jahrhundert weltliche Produktionen durch.

In der Ortschaft soll damals eine richtige Theaterbegeisterung mit zwei Theatergesellschaften geherrscht haben. Im 20. Jahrhundert diente das Theater als öffentlicher Kultur- und Veranstaltungsraum.

An diese Theatertradition wird an der Neueröffnung angeknüpft. Das Theater NiNA spielt in der Stiftskriche Ueli Blums Stück "Man sieht nur, was man weiss". Im Stück geht es um den Barockmaler Joseph Ignaz Weiss, der die Stiftskirche in Beromünster gestaltet hat.

Im Stiftstheater werden ein Figurentheater sowie ein Schülertheater (Friedrich Dürrenmatts "Romulus der Grosse) aufgeführt. Am gleichen Ort spielen Musiker der Camerata Bern Franz Schuberts Quintett in C-Dur. Dazu kommen weitere Konzerte sowie eine Kunstausstellung. (sda)

HINWEIS:
Infos zur Eröffnung auf www.stiftstheater.ch