BEROMÜNSTER: Vorläufiges Aus für den Pistenausbau

Ist das Projekt Asphaltpiste beim Flugplatz Beromünster gestorben? Laut der IG Fluglärm sind die Fronten nun klar.

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Reger Flugbetrieb auf der Graspiste des Flugplatzes Beromünster. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Reger Flugbetrieb auf der Graspiste des Flugplatzes Beromünster. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Teilnehmer vom zweiten runden Tisch signalisieren, dass eine Asphaltpiste beim Flugplatz Beromünster nicht in Frage kommt. Dies schreibt die Interessengemeinschaft Fluglärm in einer Mitteilung am Donnerstag. Am vergangenen Mittwoch hat Regierungsrat Marcel Schwerzmann eine zweite Sitzung einberufen. Vertreten waren die Gemeinde Beromünster, die Flugplatzbetreiberin Flubag AG, der Kanton Luzern, eine Vertretung der Stadt Luzern und die IG Fluglärm. Die Stadt Luzern und der Kanton sind Grundeigentümer des Flugplatzareals. Die FLUBAG beantrage beim beim Bundesrat für Zivilluftfahrt die Sistierung des Baugenehmigungsverfahrens, informiert die FLUBAG dann am Freitag.

IG Fluglärm zeigt sich zufrieden

Beat Bucher, Vorstandsmitglied der IG Fluglärm, sagt über den runden Tisch: «Es herrscht ein politischer Konsens, dass eine Asphaltpiste abgelehnt wird, der Flugbetrieb in der heutigen Form aber als «Status Quo» grundsätzlich akzeptiert wird.»

Die Bewilligungsbehörde für das Gesuch der Flubag ist das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL). «Ich gehe davon aus, dass der Hartbelag nicht gegen den politischen Druck der Gemeinde Beromünster, der Stadt und des Kantons Luzern realisiert wird», sagt Bucher.

Mit seiner Vermutung liegt Bucher wohl richtig. Denn am Freitag informiert die FLUBAG, dass sie beim Bundesrat für Zivilluftfahrt die Sistierung des Baugenehmigungsverfahrens beantrage. Das heisst aber noch nicht, dass definitiv auf das Projekt verzichtet wird, wie auf Anfrage erklärt wird.

Jürg Wildi von der Flubag sagte, man wolle nicht etwas gegen den Willen der Behörden realisieren. Aus fachlicher und rechtlicher Sicht gebe es aber nichts, das eine Asphaltierung verunmögliche. Es seien auch emotionale sowie fachlich falsche Argumente gegen das Projekt angeführt worden.

Die Flubag will die Situation nun analysieren und später einen Entscheid fällen. Die Parteien klären im Sommer weitere Details und treffen sich im September zu einem weiteren "runden Tisch".

Roseline Troxler/sda/spe