BERUFSBILDUNG: Straffere Regeln für Hobby-Bauern

Wer seinen Hof im Nebenerwerb führt, muss einen Kurs besuchen, damit es Geld vom Bund gibt. Jetzt wird diese Ausbildung anspruchsvoller.

Roseline Troxler
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Eine Kuh auf der Weide. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Eine Kuh auf der Weide. (Bild: Corinne Glanzmann / Neue LZ)

Seit 1993 werden im Kanton Luzern landwirtschaftliche Nebenerwerbskurse angeboten. Der Kurs dient Personen, die einen Landwirtschaftsbetrieb im Nebenerwerb führen oder dies planen. Eine landwirtschaftliche Ausbildung ist notwendig, um Direktzahlungen des Bundes zu erhalten. Die Teilnehmerzahlen stiegen in den letzten Jahren stetig an. Im Kanton Luzern gibt es gar eine Warteliste.

Bauernverband kritisiert Kurse

Keine Freude an den Kursen hat der Schweizer Bauernverband. Bauern sehen die Kurse teils als «Schnellbleiche». Der Verband forderte, die Berechtigung auf Direktzahlung für die Kursabsolventen zu streichen. Davon wollte das Parlament nichts wissen. Nun werden stattdessen die Anforderungen für den Kurs anspruchsvoller. Der Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband begrüsst laut Geschäftsführer Stefan Heller die Verschärfungen für die Zulassung.