Beschwerde gegen Unterschutzstellung ZHB

Die Dienststelle Immobilien hat wie erwartet beim Bildungs- und Kulturdepartement des Kantons Luzern eine Beschwerde gegen die Unterschutzstellung der Zentral- und Hochschulbibliothek (ZHB) Luzern eingereicht.

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Blick auf die ZHB beim Vögeligärtli. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Blick auf die ZHB beim Vögeligärtli. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Die dem Bildungsdepartement zugeordnete Dienststelle Hochschulbildung und Kultur hatte die ZHB am 7. Januar 2013 unter Denkmalschutz gestellt. Dagegen wehrt sich nun die zum Finanzdepartement gehörende Dienststelle Immobilien. Beschwerdeinstanz ist der Bildungsdirektor.

Die Dienststelle Immobilien sah sich zu diesem Schritt gezwungen, weil der Kantonsrat im November 2012 mit einer Motion den Abriss der ZHB verlangt hatte. Mit der Beschwerde würden die Interessen des Kantonsrates wahrgenommen, teilte die Staatskanzlei am Dienstag mit.

Die Beschwerde kommt nicht unerwartet. Finanzdirektor Marcel Schwerzmann hatte sie Ende Januar im Kantonsrat angekündigt. Er hatte auch darauf hingewiesen, dass der Wille des Parlamentes zwar politisch relevant sei, juristisch aber keine Einsprache gegen die Unterschutzstellung begründe.

Die Unterschutzstellung der 1951 erbauten ZHB wurde mit deren künstlerischen, historischen und wissenschaftlichen Wert begründet. Der Bau gehöre zu den bedeutendsten öffentlichen Profanbauten der Spätmoderne in der Stadt Luzern.

Beantragt worden war die Unterschutzstellung im Februar 2012 von der kantonalen Denkmalkommission.

Weil es sich um ein laufendes Rechtsmittelverfahren handelt, werden gemäss Mitteilung zum jetzigen Zeitpunkt keine weiteren Auskünfte erteilt.

sda/zim