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Besonders ältere Menschen sind gefährdet

Hitze

Schwäche, Verwirrtheit, Schwindel oder Kopfschmerzen können unter anderem Anzeichen für einen Hitzeschaden sein. Damit ein solches Szenario nicht eintrifft, hat das Bundesamt für Gesundheit (BAG) kürzlich Präventionstipps publiziert. Besonders gefährdet von starker Hitze sind ältere und kranke Menschen sowie Kleinkinder und Schwangere. Ein Augenmerk sollte in dieser Zeit speziell auf pflegebedürftige Personen gelegt werden.

Das BAG rät, körperliche Anstrengungen zu vermeiden – vor allem während der heissesten Tageszeit, des Mittags. Weiter sollen tagsüber die Fenster geschlossen und erst nachts geöffnet werden. Auch kalte Duschen oder nasse Tücher auf der Stirn oder im Nacken können einer Überhitzung vorbeugen. Ausserdem soll man täglich mindestens 1,5 Liter trinken. Als Nahrungsmittel eignen sich vor allem Früchte, Salate und Gemüse wie auch Milchprodukte. Beim Schwitzen, einem normalen Mechanismus zur Regulierung der Körpertemperatur, verliert der Körper unter anderem auch Salz. Deshalb ist es wichtig, dass bei der Ernährung genügend Salz zugeführt wird.

In Luzerner Alters- und Pflegeinstitutionen seien sich die Angestellten dessen bewusst, dass sie derzeit ein besonderes Augenmerk auf ihre Bewohner ­legen müssten, sagt Corina Beccarelli, Sprecherin Viva Luzern. «Die Mitarbeitenden werden dahingehend geschult. Sie wissen, wie sie einem Hitzeschaden präventiv entgegenwirken können, kennen allfällige Symptome für eine Überhitzung und können entsprechend reagieren.» Viva Luzern führt in der Stadt Luzern fünf Betagtenzentren und vier Pflegewohnungen. So würden beispielsweise derzeit Wannen mit kalten Wasser aufgestellt für Fussbäder; zudem habe man Ventilatoren installiert. Wichtig sei insbesondere, dass die Bewohner genügend tränken. Beccarelli: «Weil ältere Menschen weniger Durstgefühl empfinden, muss das Pflegepersonal bei der Flüssigkeitszufuhr genau hinschauen.» Eigentlich, so Beccarelli, «sollen wir den Bewohnern das ermöglichen, was wir bei diesen Temperaturen auch wünschen würden». So erhielten sowohl die Bewohnerinnen und Bewohner als auch das Personal gestern beispielsweise eine Glace. Und: Während der sehr heissen Tage geht man den Alltag gemütlicher an als sonst. Aktivitäten, welche körperliche Anstrengungen verlangen, werden derzeit nicht ausgeführt. Punkto Essen sei es so, dass jeweils saisonal gekocht werde und die Bewohner eine Auswahl an Menüs hätten. «Im Sommer ist die Kost sicher leichter», sagt Beccarelli.

Yasmin Kunz

yasmin.kunz@luzernerzeitung.ch

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