Bessere Perspektiven für Leistungsschwächere

Die Luzerner Regierung will bis 2015 die Ausbildungsplätze in der kantonalen Verwaltung für schulschwächere Jugendliche um mindestens zehn auf 22 erhöhen. Zudem schafft sie mindestens acht ständige Praktikumsplätze für stellenlosen Schulabgänger.

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Die kantonale Verwaltung bietet derzeit 141 Ausbildungsplätze an, davon zwölf mit zweijähriger Lehrdauer. Die Anfrage übersteigt jedoch das Angebot. (Symbolbild)

Die kantonale Verwaltung bietet derzeit 141 Ausbildungsplätze an, davon zwölf mit zweijähriger Lehrdauer. Die Anfrage übersteigt jedoch das Angebot. (Symbolbild)

Im vergangenen Jahr konnten im Kanton Luzern zahlreiche Lehrstellen nicht besetzt werden, während gleichzeitig viele Jugendliche - meist wegen fehlender Eignung oder schulischer Leistungsdefizite - kein Lehrverhältnis abschliessen konnten.

Die Privatwirtschaft leiste bereits einen grossen Beitrag, um diesen Jugendlichen neue Chancen zu eröffnen, schreibt die Dienststelle Personal am Montag in einer Medienmitteilung. Nun wolle auch der Kanton Luzern sein Angebot ausbauen.

Die kantonale Verwaltung bietet 141 Ausbildungsplätze an, darunter zwölf mit zweijähriger Lehrdauer (ehemalige Anlehre). Ein Blick auf die eingegangenen Bewerbungen zeige aber, dass die Nachfrage nach zweijährigen Ausbildungen deutlich grösser sei als das Angebot, heisst es weiter.

Hilfe für stellenlose Schulabgänger

Auch für den Berufseinstieg von stellenlosen Jugendlichen will der Regierungsrat ein Angebot schaffen. Die kantonale Verwaltung bietet künftig mindestens acht ständige Praktikumsplätze für stellenlose Schulabgänger an. Damit will der Kanton noch mehr Jugendlichen die Chance geben, den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen.

Bund und Kantone hatten sich unlängst zum Ziel gesetzt, die Zahl der Abschlüsse auf Sekundarstufe II bis ins Jahr 2020 von derzeit rund 90 auf 95 Prozent zu erhöhen.

sda