Besucher stören sich an Algen im Naturbad

Getrübter Badespass: Im neuen Krienser Naturbecken machen sich Algen breit. Die Gemeinde spricht von «Kinderkrankheiten».

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Zu viel Natur? Das neue Naturbecken in der Krienser Badi. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Zu viel Natur? Das neue Naturbecken in der Krienser Badi. (Bild: Roger Grütter/Neue LZ)

Die Kritik am neuen Naturbad auf dem Kleinfeld in Kriens ist heftig. «Die neue Badi ist ein absoluter Flop», schreibt ein Besucher auf der Internetseite www.badi-info.ch. Für eine Besucherin ist die Badi «eine Enttäuschung». Innert kurzer Zeit hätten sich Algen gebildet. «Vor lauter Algen kann man im Wasser kaum gehen, rutscht immer aus.» Ein weiterer Besucher findet die Algenablagerungen «einfach eklig».

Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
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Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)
Die ersten Kinder tummeln sich bereits im sanierten 50-Meter-Becken. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Mit dem Naturerlebnisbad (Bild) als Teil der Gesamtanlage geht Kriens neue Wege. Auf chemische Wasserreinigung mit Chlor wird verzichtet. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Die neue Rutschbahn ist 70 Meter lang. Das Warmwasser wird mit einer Solaranlage aufbereitet. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Der Splashpark für Kinder ist ohne Bassin angelegt. Die Kinder spielen mit, aber nicht im Wasser, eine Badeaufsicht ist nicht erforderlich. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Der Krienser Gemeindeammann Matthias Senn (rechts) und Betriebsleiter René Bienz im Naturbad. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Die Gemeinde Kriens als Betreiberin verzichtet auf Preiserhöhungen: Die Eintrittspreise verändern sich nicht. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Das Naturerlebnisbad ist so gebaut, dass es auch in den Wintermonaten nicht entleert werden muss. So kann die Gemeinde Kriens 600'000 Liter Wasser pro Saison sparen. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Spiel- und Abenteuerbucht mit attraktiven Kletter- und Spielmöglichkeiten. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Ausgerichtet ist die Anlage auf alle Generationen. Naturgemäss bilden Kinder und Familien einen klaren Schwerpunkt. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Die Sprunganlage (1m- und 3m-Sprungbretter) wurde um eine 5m-Sprungplattform erweitert. Neu ist das Wasser 3,8 Meter tief. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Die Kinder erleben das Element Wasser in spielerischer Form. Der Bau wurde unterstützt durch die Aktion «Denk an mich» und soll die Begegnung zwischen behinderten und nicht-behinderten Menschen fördern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Der Krienser Gemeindeammann Matthias Senn (rechts) und Betriebsleiter René Bienz auf dem Steg im Naturbad. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Die Wasserrutsche hat ein eigenes Landebecken. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Das 50-Meter-Becken umfasst 8 Bahnen und ist auch für den Wettkampfsport und den Trainingsbetrieb der Vereine geeignet. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)
Übersichtsplan über die neue Krienser Badi. (Bild: PD)
So wird das Wasser im Naturbad aufbereitet. (Bild: PD)

Tag der offenen Tür im Parkbad Kleinfeld in Kriens (Bild: Eveline Beerkircher/Neue LZ)

Den zuständigen Krienser Gemeinderat Cyrill Wiget erstaunt es nicht, dass es zum neuen Bad auch kritische Stimmen gibt. «Wir nehmen die Anliegen der Besuchenden ernst. Denn auch wir wissen, dass bei der neuen Badi vereinzelt Kinderkrankheiten aufgetaucht sind, die es jetzt auszumerzen gilt.» Ein Naturbad stelle an sich schon ganz andere Herausforderungen an den Betrieb als übliche Chlorbäder. Wiget relativiert zudem die – anonymen – kritischen Stimmen: Alleine in den letzten sechs Wochen hätten sich über 65'000 Personen im neuen Parkbad vergnügt, das am 7. Juli eröffnet wurde und dessen Umbau 13,3 Millionen Franken kostete.

Alexander von Däniken

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