BETREUUNG: Krippen fordern stärkere Unterstützung

Krippen sind von Praktikanten abhängig. Gleichzeitig fehlen Fachkräfte. Die Berufsorganisation hofft jetzt auf finanzielle Hilfe von den Gemeinden.

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Die Kindertagesstätte Chenderloki in Reussbühl am vergangenen Freitag. Betreuer Fabian Keist schaut mit einem Kind ein Bilderbuch an. (Bild: Foto Maria Schmid)

Die Kindertagesstätte Chenderloki in Reussbühl am vergangenen Freitag. Betreuer Fabian Keist schaut mit einem Kind ein Bilderbuch an. (Bild: Foto Maria Schmid)

Bevor man eine Lehre als Fachperson Betreuung machen kann, muss man oft zuerst ein Praktikum absolvieren. So hoffen die Kindertagesstätten, besser über die Runden zu kommen.

Aufgrund der finanziellen Engpässe der Kitas fordert die Zentralschweizer Organisation der Arbeitswelt Soziales nun Hilfe. «Die finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand ist im Verhältnis zur Pflege sehr gering», sagt Müller. Das müsse sich ändern, wenn Kitas hohe fachliche Qualität anbieten sollen.

Die Stadt Luzern besitzt in der Region am meisten Kindertagesstätten. Seit 2009 werden Kitas in der Stadt nicht mehr direkt unterstützt, stattdessen erhalten Eltern Betreuungsgutscheine. Damit würden die Eltern direkt unterstützt, sagt Stadtrat Martin Merki. «Eine stärkere Subventionierung kann sich die Stadt in der aktuellen finanziellen Situation nicht leisten.»

Raphael Gutzwiller