Betreuungsgutscheine haben sich bewährt

Der Horwer Gemeinderat will Betreuungsgutscheine nach einer dreijähriger Pilotphase definitiv einführen. Die Gemeindekasse wird dadurch jährlich mit 150'000 Franken belastet.

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Im Bild aud sem Jahre 2009: Maya (blonde Haare) und Noah (Türkis-Shirt) spielen in der Kindertagesstätte Waldfee in Horw der beiden Leiterinnen Cécile Mühlebach (blond, 28) und Erika Zihlmann (23). (Archivbild/Neue LZ)

Im Bild aud sem Jahre 2009: Maya (blonde Haare) und Noah (Türkis-Shirt) spielen in der Kindertagesstätte Waldfee in Horw der beiden Leiterinnen Cécile Mühlebach (blond, 28) und Erika Zihlmann (23). (Archivbild/Neue LZ)

Drei Jahre lang hatte die Gemeinde Horw Betreuungsgutscheine für Familien mit Kindern im Vorschulalter getestet. Auf das Jahr 2012 möchte der Gemeinderat die Gutscheine definitiv einführen, wie er am Mittwoch in einer Mitteilung schreibt. Der Einwohnerrat wird das Geschäft am 17. November behandeln. Der Gemeindebeitrag soll jährlich rund 150'000 Franken betragen.

Bis 72'000 Franken Einkommen

Bei den Betreuungsgutscheinen wird den Eltern ein (symbolischer) Gutschein abgegeben, der bei Kindertagesstätten (Kita) und Tagesfamilien (in Horw oder anderswo) eingelöst werden kann. Seit dem Start des Pilotprojekts hätten Familien, die Betreuungsgutscheine beziehen, ihre Erwerbstätigkeit erhöhen und auf Wirtschaftliche Sozialhilfe verzichten können. Durch die Einführung von Betreuungsgutscheinen könnten sich auch einkommensschwächere Familien einen Kita-Platz leisten. Wenn das Familieneinkommen allerdings über 72'000 Franken liegt, werden beim jetzigen System keine Gutscheine abgegeben. In diesem Punkt sehe der Gemeinderat längerfristig Handlungsbedarf.

Auch Kriens und Emmen haben eine Einführung von Betreuungsgutscheinen bei ihren Parlamenten beantragt. Längerfristig soll es in der Region «Luzern Plus» ein einheitliches Modell geben.

pd/bep