Betriebe rechnen mit solider Entwicklung

Trotz dem starken Franken und der schwächelnden Börse gehen die Betriebe im Kanton Luzern von einer anhaltend soliden Konjunkturentwicklung aus. In der Exportindustrie und der Hotellerie gibt es aber grosse Unsicherheiten.

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Die Kennzahlen des Luzerner Konjunkturbarometers zeigen im zweiten Quartal 2011 für die Industrie, den Detailhandel und das Baugewerbe stabile Entwicklungen an. Wie Lustat Statistik mitteilt, steigen m Gastgewerbe die Umsätze vieler Betriebe. Insgesamt würden die befragten Unternehmen in den vier Bereichen der Luzerner Wirtschaft von einer weiterhin soliden Konjunkturentwicklung ausgehen. In der Exportwirtschaft sind die Aussichten jedoch verhalten, und auch die Hoteliers rechnen mit einem Rückgang der Übernachtungen.

Industrie: Bei den Industriebetrieben, die an der Konjunkturumfrage der Konjunkturforschungsstelle der ETH Zürich (KOF) teilnahmen, stellte sich im Juni – nach einer expansiven Phase im April und im Mai – ein insgesamt stabiler Wirtschaftsverlauf ein.

Ende des Quartals beurteilten die stark exportorientierten Unternehmen (Exportanteil von 67-100%) ihre Geschäftslage zu 32 Prozent als gut und zu 66 Prozent als befriedigend, dies trotz geminderter Ertragslage und schwierigerer Wettbewerbsposition vor allem in, aber auch ausserhalb der EU. Ihre Erwartungen für das zweite Halbjahr sind jedoch merklich trüber als in der Gesamtindustrie.

Baugewerbe: Das Baugewerbe behauptete seine gute Verfassung. Die Luzerner Baufirmen waren Ende Juni mit ihrer Geschäftslage zufrieden: 65 Prozent der Befragten beurteilten sie als gut, 32 Prozent als befriedigend.

Detailhandel: Mit um 3,8 Prozent höheren Umsätzen als im Vorjahr gelang den befragten Luzerner Detaillisten ein guter Start ins zweite Quartal. Im Mai (-1,0%) und im Juni (-1,7%) wurde weniger umgesetzt; da 2011 Auffahrt und Pfingsten in den Juni fielen, gab es in diesem Monat jedoch weniger Verkaufstage als im Vorjahr. Die Ertragslage verschlechterte sich im Quartalsverlauf bei 29 Prozent, bei 12 Prozent verbesserte sie sich. Ende Quartal wurde die Geschäftslage fast so häufig als schlecht wie als gut eingeschätzt.

Gastgewerbe: Im Gastgewerbe folgte auf das gut verlaufene erste Quartal ein ähnlich zufriedenstellendes zweites. Erneut waren Betriebe mit einem Umsatzzuwachs gegenüber solchen mit einem Rückgang deutlich in der Überzahl, sowohl in der Hotellerie als auch in der Gastronomie.

In der Hotellerie meldeten Ende Juni 45 Prozent der Betriebe eine gute und 42 Prozent eine befriedigende Geschäftslage. Für das laufende Quartal wird mit weniger Logiernächten gerechnet, vorab von ausländischen Gästen. Die Geschäftslage der Gaststätten wurde zu 34 Prozent als gut und zu 53 Prozent als befriedigend beurteilt.

pd/bep