BETRUG: Eltern geben Bruder als Sohn aus

Das Amtsstatthalteramt Luzern bestrafte ein Ehepaar mit Geldstrafen und Bussen, weil sie einen Bruder der Ehefrau als eigenen Sohn ausgaben und für ihn über mehrere Jahre unrechtmässig Kinderzulagen bezogen.

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Das Ehepaar stammt ursprünglich aus der Türkei. Der Mann wurde im Jahr 1997 eingebürgert. Im Jahr 2001 haben die beiden den Bruder (heute 11 Jahre alt) der Ehefrau in die Schweiz geholt und diesen als eigenen Sohn ausgegeben. Dies teilt das Amtsstatthalteramt Luzern mit.

Mit gefälschten Papieren aus der Türkei haben sie in der Schweiz im Jahr 2002 für ihren Sohn das Schweizer Bürgerrecht und die Schweizer Identitätskarte beantragt und erhalten. Zudem haben sie für den Sohn seither unrechtmässig Kinderzulagen in der Höhe von über 14'000 Franken bezogen.

Betrug und Urkundenfälschung
Das Amtsstatthalteramt Luzern hat den 31-jährigen Schweizer u.a. wegen Betrug, Urkundenfälschung und Erschleichens einer falschen Beurkundung mit einer Geldstrafe von 120 Tagessätzen zu je 50 Franken und einer Busse von 500 Franken bestraft. Seine 28-jährige Ehefrau wurde wegen Betrug mit einer Geldstrafe von 30 Tagessätzen zu je 30 Franken und einer Busse von 300 Franken bestraft. Die Urteile sind noch nicht rechtskräftig. 

Der ?falsche? Sohn wohnt inzwischen wieder bei seinen richtigen Eltern in der Türkei. Er war nur vorübergehend im Jahr 2007 für einige Wochen in der Schweiz. 

rem