BETRUG: Unbedingte Haftstrafe für Taxi-Betrüger

Ein Taxibetrüger ist vom Luzerner Obergericht zu einer unbedingten Freiheitsstrafe von einem Jahr, elf Monaten und einer Woche verurteilt worden. Die Appellationsinstanz bestätigte damit das Urteil des Kriminalgerichts.

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Der 22-jährige Mann fuhr zwischen Oktober 2003 und April 2006 mehrmals mit Taxis in das Luzerner Seetal. Neun Mal verliess er am Zielort das Taxi, ohne zu bezahlen, fünf Mal nahm er das Portemonnaie des Taxichauffeurs mit.

Während der Ankgelagte diese Taten zugab, bestritt er die ihm vom Staatsanwalt ebenfalls zur Last gelegten Drogendelikte. Demnach hatte er im Jahr 2002 200 Gramm Kokain gekauft und Anstalten getroffen, um weitere 800 Gramm zu erstehen.

Das Obergericht sah aber wie zuvor das Kriminalgericht die Drogendelikte als erwiesen an. Es befand den Angeklagten wegen mehrfacher schwerer Widerhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz, des mehrfachen Diebstahls und des mehrfachen Betruges schuldig.

Das Gericht bestätigte das Strafmass der Vorinstanz. Die Verteidigung hatte auf höchstens sechs Monate Gefängnis plädiert. Das Urteil ist rechtskräftig, wie das Obergericht am Dienstag mitteilte.

sda