Bevölkerungsantrag gegen Reussportbrücke und Basisausbau steht

Die Interessengruppe «Reussport Nein» hat zusammen mit betroffenen Quartierbewohnern und Organisationen einen städtischen Bevölkerungsantrag lanciert. Nach zwei Tagen sind die nötigen 200 Unterschriften bereits gesammelt.

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So soll die Reussportbrücke dereinst aussehen. (Visualisierung: Swiss Interactive AG)

So soll die Reussportbrücke dereinst aussehen. (Visualisierung: Swiss Interactive AG)

(ems/sre) Am Dienstag, 19. November um 20.15 Uhr lud der Regierungsrat des Kantons Luzern im Verkehrshaus zur öffentlichen Informationsveranstaltung der «Bestvariante Spange Nord» ein. «Bei dieser Vernehmlassung soll der Regierungsrat eine sehr deutliche Botschaft aus der Stadt empfangen», hatte die Interessensgruppe (IG) «Reussport Nein» in einer Mitteilung bereits angekündigt. Mit Erfolg, wie es scheint: die 200 Unterschriften, die für den Bevölkerungsantrag notwendig sind, hat die IG bereits gesammelt.

Man habe die Gelegenheit genutzt, «um für den von ihr lancierten Bevölkerungsantrag zu werben und Unterschriften zu sammeln», schreibt die IG «Reussport Nein» in einer Mitteilung. «Der Stadtrat wird gebeten, dem Regierungsrat aufzuzeigen, dass die geplanten Eingriffe in Wohnquartiere und in die Ökologie völlig unhaltbar sind und die Lebensqualität der betroffenen Bevölkerung unwiederbringlich massiv negativ beeinträchtigt würde.»

Lebensqualität sei «massiv» beeinträchtigt

«Die betroffene Bevölkerung und solidarische Bürgerinnen und Bürger aus anderen Stadtteilen bitten den Stadtrat, dass er sich in seiner Vernehmlassungsantwort gegenüber dem Regierungsrat klipp und klar sowohl gegen die Reussportbrücke als auch gegen den Basisausbau ausspricht», erklärt die IG «Reussport Nein» ihr Anliegen. Die Mitglieder der IG fordert zudem, dass sich der Stadtrat in der Vernehmlassung für die durchgehende Busspur von Kriens zum Luzernerhof einsetzt.

Die IG «Reussport Nein» schreibt weiter, dass die Ende Oktober 2019 vom Regierungsrat des Kantons Luzern präsentierte «Bestvariante» der Spange Nord ein Etikettenschwindel sei. Es würden nämlich in jedem Fall dieselben immensen städtebaulichen Eingriffe mit negativen Auswirkungen auf die Lebensqualität in den Gebieten Fluhmühle/Udelboden, Rosenberg, Schlossberg, Zürichstrasse, Maihof, Kreuzstutz-Kreisel, Bernstrasse, Baselstrasse und Kasernenplatz bleiben wie bei der ursprünglichen Spangen-Variante.

«Neben dem Verlust von Lebensqualität würde die Bevölkerung mit mehr Lärm und Abgasen belastet und ein einmaliger Naturraum an der Reuss ginge verloren»

, so IG «Reussport Nein».

Deshalb sagt die betroffene Bevölkerung vom Einzugsgebiet Maihof bis zur Flühmühle entschieden Nein zur Reussportbrücke und zum Basisausbau. Dabei werden sie unterstützt von zahlreichen Bürgerinnen und Bürger aus anderen Stadtteilen, Quartiervereinen und vielen weiteren Organisationen.

Der Unterschriftenbogen kann auf www.reussport-nein.ch heruntergeladen werden. Die Vernehmlassung hat am 5. November begonnen und ist auf den 31. März 2020 befristet.