BEVÖLKERUNGSSCHUTZ: Radioaktivitäts-Messflüge über Zug und Luzern

Die Nationale Alarmzentrale (NAZ) des Bundes führt zwischen dem 27. und 30. Juni in Zug und Luzern Radioaktivitäts-Messflüge durch. Dabei überfliegt ein Super Puma die beiden Städte in rund 90 Meter Höhe über Boden. Die Messresultate liegen am 1. Juli vor.

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Radioaktivität Strhlung (Bild: EPA/JAN-PHILIPP STROBEL)

Radioaktivität Strhlung (Bild: EPA/JAN-PHILIPP STROBEL)

Dank diesen Messresultaten könne bei einem Ereignis mit Verdacht auf erhöhte Radioaktivität jede Abweichung vom Normalzustand festgestellt werden, teilte das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport am Donnerstag mit.

In diesem Jahr werden die Städte Zug und Luzern mit den Gemeinden Baar, Cham, Emmen und Kriens überflogen. Dazu werden routinemässige Flüge in der Umgebung der Kernkraftwerke Beznau und Leibstadt sowie des Forschungsinstituts Paul Scherrer und des Zwischenlagers ZWILAG durchgeführt. Einige Gebiete würden zweimal überflogen, um Messwerte von zwei verschiedenen Geräten zu vergleichen, heisst es.

Bei den Messungen überfliegt ein Helikopter die Messgebiete in rund 90 Meter Höhe in parallelen Bahnen. um die Lärmbelastung für die Bevölkerung gering zu halten, wird eine Mittagspause zwischen 12 und 13 Uhr eingehalten. Die Flüge enden um 17 Uhr. Bei schlechtem Wetter werden die Flüge innerhalb der genannten Daten verschoben oder abgesagt.

Mit der Messung der Radioaktivität aus der Luft - der sogenannten Aeroradiometrie - könne die Radioaktivität am Boden schnell und grossräumig bestimmt werden, heisst es. Die NAZ führt jedes Jahr im Sommer eine Woche lang solche Messflüge durch. Ein Fokus bei den Messungen liegt auf den Schweizer Städten. In früheren Jahren wurden Messungen unter anderem bereits in Zürich, Basel, Genf, Bern durchgeführt.

(sda)