BEVÖLKERUNGSWACHSTUM: Mehr Zuger ziehen nach Luzern

Der Kanton Luzern zieht immer mehr Leute an. Vorab Ausländer, aber auch Schweizer sorgen für einen Bevölkerungszuwachs.

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Wohnungsbau im Kanton Luzern (im Bild Sursee). (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Wohnungsbau im Kanton Luzern (im Bild Sursee). (Bild Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Fakten vorab: 2007 hat die Luzerner Bevölkerung um 4385 Personen auf 363'402 zugenommen (+ 1,2 Prozent). Hauptverantwortlich für dieses im Vergleich zum Vorjahr verstärkte Wachstum sind die Ausländer: Einerseits sind im vergangenen Jahr 1127 mehr ausländische Personen in den Kanton Luzern zugewandert als weggezogen.

Andererseits wechseln immer mehr Ausländer ihren Aufenthaltsstatus: So mutierten letztes Jahr 1994 Kurzaufenthalter zu Jahresaufenthaltern und zählen somit zur Kantonsbevölkerung.

1500 Einwanderer stammen aus Deutschland
Wie viele der insgesamt gut 3100 zusätzlichen Ausländer alleine wegen der vollen Personenfreizügigkeit (seit 1. Juni 2007) zur Luzerner Kantonsbevölkerung gestossen sind, lässt sich laut Roger Pfiffner von Statistik Luzern (LUSTAT) nicht sagen.

Tatsache ist: Die Hälfte der Neuankömmlinge aus Ländern mit voller Personenfreizügigkeit stammen aus Deutschland (1500). Es folgen Portugal (143), Grossbritannien (88), Polen (65) und Österreich (49).
Der Kanton Luzern zieht aber nicht nur Ausländer, sondern auch immer mehr Schweizer an. 2007 sind 596 Schweizer mehr zu- als weggezogen.

Das Kultur- und Freizeitangebot macht Luzern anziehend
Augenfällig ist Luzerns Magnetwirkung auf die übrige Zentralschweiz: Zum zweiten Mal nach 2006 zogen mehr Zuger nach Luzern als umgekehrt. Auch aus allen anderen Zentralschweizer Kantonen sowie aus Bern und Aargau konnten Wanderungsgewinne verbucht werden. Patrik Wermelinger von der Wirtschaftsförderung Luzern hat dafür eine simple Erklärung: «Die Verbindung von Arbeiten, Wohnen und Geniessen macht Luzern zum besten Wirtschaftsstandort der Schweiz.»

Dass die Zuwanderung aus Zug anhält, führt er primär auf die tieferen Kosten für Wohn- und Gewerberaum und das attraktivere Kultur- und Freizeitangebot zurück. Etwas anders beurteilt er die Wandergewinne aus Obwalden: «Private Personen aus Obwalden suchen das urbane Umfeld, verbunden mit der Nähe zu anderen grossen Städten.»

Hans R. Wüst

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung.