Bewohner fordern mehr Ruhe in der Altstadt

Bewohner und Geschäftsleute wollen weniger Veranstaltungen in der Luzerner Altstadt. Sie stören sich insbesondere am Lärm.

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Fritz Rogger, Vorstandsmitglied des Quartiervereins Altstadt, will die Anzahl Anlässe begrenzen. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Fritz Rogger, Vorstandsmitglied des Quartiervereins Altstadt, will die Anzahl Anlässe begrenzen. (Bild: Boris Bürgisser/Neue LZ)

Die Motionäre verlangen, dass nicht mehr Events in der Luzerner Altstadt stattfinden dürfen wie im Jahr 1999. Die Anzahl der Veranstaltungen in Luzern hat in den letzten Jahren tatsächlich zugenommen. Gemäss der Stadt Luzern wurden 1999 608 Gesuche eingereicht. Letztes Jahr waren es 975. Unterzeichnet haben die Motion unter anderem Alt CVP-Grossstadtrat Rolf Hilber und Präsident des Quartiervereins Altstadt und Fritz Rogger, Vorstandsmitglied des Quartiervereins Altstadt.

Die Motionäre stören sich an den zum Teil «extrem lärmigen Anlässen». Über Wochen werde durch das Aufbauen und Abbauen von Festinfrastrukturen der Zugang zu Geschäften und Wohnungen behindert. Auch «lärmige Lautsprecherdurchsagen und elektrisch verstärkte Musik» gingen bis an die Grenzen des Zumutbaren. Ans Urinieren und Verdrecken der Hauswände habe man sich schon gewöhnt, heisst es in der Volksmotion.

Die Bewohner seien sich bewusst, dass sie an einer exponierten Stelle wohnen würden. Eine weitere «Belebung» brauche es aber nicht mehr.

Die Motionäre fordern den Stadtrat auf, dem Grossen Stadtrat einen Beschluss zu unterbreiten, damit das Reglement über die Nutzung des öffentlichen Grundes angepasst werden könne.

rem/bat