Bezirksgericht Willisau
Mutterhündin und sieben Welpen vernachlässigt – Hundehalter verurteilt

Der Beschuldigte will seine Hundehaltung verbessern, doch das überzeugte die Einzelrichterin nicht. Denn zum Kontrollzeitpunkt war die Haltung mangelhaft. Der Hundehalter wird wegen Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz verurteilt.

Sandra Monika Ziegler
Drucken
Das Bezirksgericht in Willisau

Das Bezirksgericht in Willisau

Bild: sam

Noch an der Verhandlung vor dem Bezirksgericht Willisau machte die Verteidigerin des Beschuldigten geltend, die Staatsanwaltschaft hätte den Sachverhalt ungenügend abgeklärt. Das liess die Einzelrichterin jedoch nicht gelten und sprach den 58-jährigen Schweizer der Widerhandlung gegen das Tierschutzgesetz schuldig: zu wenig Platz für die Mutterhündin und ihre sechs Welpen, kein ausbruchssicheres Gehege, fehlende Decken und Rückzugsmöglichkeiten und zu wenig Auslauf. Das setzt eine Busse von 600 Franken ab und Verfahrens- und Gerichtskosten von 1050 Franken.

Das Urteil ist nicht rechtskräftig, es kann mit Berufung am Kantonsgericht Luzern angefochten werden. Auch wenn der Beschuldigte Willen zeige, die Haltungsbedingungen zu verbessern – und dies auch teilweise getan hat – so gelte für das Urteil die Situation zum Zeitpunkt der Kontrolle durch das Veterinäramt. Es sei die Aufgabe des Halters, seine Hunde jederzeit tiergerecht zu halten, hält die Richterin in der Kurzbegründung fest.