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Bezirksrat Küssnacht distanziert sich von Informationsbroschüre

Kürzlich wurde eine Informationsbroschüre in die Haushalte von Küssnacht, Immensee und Merlischachen verschickt. Die Broschüre hat einige Fehler, einen offiziellen Anstrich - und nichts mit dem Bezirksrat zu tun, wie dieser festhält.
Alexander von Däniken
Links die kürzlich verteilte Informationsbroschüre des Solothurner Verlags Proinfo, rechts die offizielle Broschüre des Bezirks Küssnacht. (Bild: PD)

Links die kürzlich verteilte Informationsbroschüre des Solothurner Verlags Proinfo, rechts die offizielle Broschüre des Bezirks Küssnacht. (Bild: PD)

Das Heft beginnt schon mit einem Fehler: Informationen über die Gemeinden Küssnacht, Immensee, Merlischachen, steht auf der Titelseite. Bekanntlich ist der Bezirks Küssnacht aber ein Eingemeinde-Bezirk und besteht aus den drei genannten Dörfern. Die Broschüre wurde kürzlich an die Haushalte im Bezirk verschickt und hat einen offiziellen Anstrich. Der Bezirksrat hält nun in einer Mitteilung fest, dass das Druckerzeugnis ohne Zustimmung und ohne Mitwirkung des Bezirks hergestellt und verteilt wurde.

Auf Nachfrage führt Landschreiber Marc Sinoli weitere Ungereimtheiten aus: «Die Öffnungszeiten der öffentlichen Verwaltung sind in der Broschüre falsch und Restaurants, die eigentlich geschlossen sind, werden als geöffnet bezeichnet.» Ausserdem seien mehrere Bilder wohl unrechtmässig von der Webseite des Bezirks bezogen worden.

Nächstes Jahr Neuauflage der offiziellen Broschüre

Auffällig ist ausserdem, dass unter der Rubrik «Gewerbe vor Ort» viele Inserate aus Schwyz, Baar, Vitznau, Rotkreuz und Zug stammen. Sinoli vermutet denn auch, dass der auswärtige Verlag direkt auf das Gewerbe zugegangen ist. Denn anfänglich sei zwar der Bezirk für eine Zusammenarbeit angefragt worden, dieser habe aber auf eine eigene Publikation hingewiesen, welche nach den Bezirksratswahlen 2020 aktualisiert wird.

Von rechtlichen Schritten sehe der Bezirk aber ab. Sinoli: «Die Broschüre ist optisch gut gemacht. Wir wollen die Bevölkerung nur darauf hinweisen, dass sie nicht aus dem Rathaus stammt.» Die Broschüre stammt vom Solothurner Verlag Proinfo, der sich unter anderem auf «Informationen über ausgewählte Schweizer Gemeinden» spezialisiert hat, wie es auf der Webseite heisst.

Rolf Schüpfer, Geschäftsführer der Proinfo, erklärt: «Wir entschuldigen uns für die Fehler, es war keine böse Absicht.» Ein Teil der fehlerhaften Daten sei auf einen mittlerweile ehemaligen Mitarbeiter zurückzuführen, welcher die Broschüre als PDF nicht wie üblich dem Bezirksrat zur Überprüfung vorgelegt habe. Ein anderer Teil der fehlerhaften Daten stamme von einer externen Person. Trotz Zusicherung dieser Person kann laut Schüpfer nicht ausgeschlossen werden, dass einzelne Bilder unrechtmässig beschafft worden seien. Der Geschäftsführer stellt überdies klar, dass es einige Gemeinden gebe, die mit der Broschüre zufrieden seien, darunter Emmen.

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