BIER: Der Eichhof-Verkauf wird nicht hingenommen

Hunderte Luzerner haben ein Mail gegen den Eichhof-Verkauf unterschrieben. Die Protestmails sollen Eichhof an der GV übergeben werden. Ein Verein will den Verkauf von Eichhof an Heineken verhindern. Mit dabei: der Luzerner Bildungsdirektor Anton Schwingruber.

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Der Verein Bieridee will den «Raubritter» Heineken nicht in die Eichhof-Trutzburg lassen. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Der Verein Bieridee will den «Raubritter» Heineken nicht in die Eichhof-Trutzburg lassen. (Karikatur Jals/Neue LZ)

Bekannte Luzerner Persönlichkeiten haben dieser Tage ein E-Mail vom Luzerner Verein Bieridee zur Förderung der globalen Bierkultur erhalten. Unter dem Slogan «Eichhof den Luzernern Wir halten dem Eichhof-Bier die Stange!» rufen die Vereinsmitglieder die Angeschriebenen dazu auf, ein Protestschreiben zu finden auf www.verein-bieridee.ch/protestnote.php zu unterzeichnen. Zudem sollen sie dieses an Freunde weiterleiten. Bis am Dienstagabend haben um die 1000 Personen die Protestnote unterschrieben.

«Selbstständig und unabhängig»
«Wir sind empört über die Ankündigung, dass die Luzerner Traditionsbrauerei an den Biergiganten Heineken verkauft werden soll», sagt Marcel Sonderegger aus Nottwil, Gründungsmitglied des Vereins Bieridee, alt CVP-Grossrat und Psychologe. «Was ist das für eine Wirtschaftsförderung im Kanton Luzern!», regt sich Sonderegger im Begleitmail auf. Mit dem Protestschreiben wolle man zum Ausdruck bringen, dass die Brauerei Eichhof «selbstständig und unabhängig» bleiben müsse. Die Protestmails wolle man voraussichtlich an der Aktionärsversammlung von Eichhof deponieren. Die Versammlung findet Mitte Juni statt.

Dem Verein gehören laut Sonderegger 25 Mitglieder an. «Alles Bierliebhaber, die sich für die Vielfalt der Bierkultur in unserem Land einsetzen», beschreibt er die Mitglieder. Pikant: Gründungssekretär des Vereins ist der Luzerner Bildungsdirektor Anton Schwingruber. Auch er hat das Protestmail unterschrieben.

Simone Hinnen

Den ausführlichen Artikel lesen Sie am Mittwoch in der Neuen Luzerner Zeitung.