Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

BILANZ 2009: 1. Gülleunfall liess nicht lange auf sich warten

37 Gewässer sind 2009 im Kanton Luzern durch Gülle verschmutzt worden – eine leichte Zunahme gegenüber dem Vorjahr. Und bereits ist es im neuen Jahr zu einem ersten Vorfall gekommen.
Ein bei einem Gülleunfall verendeter Fisch. (Bild: Archiv Neue LZ)

Ein bei einem Gülleunfall verendeter Fisch. (Bild: Archiv Neue LZ)

Hauptursachen der Gülleunfälle waren technische Defekte und Unachtsamkeiten der Landwirte beim Arbeiten mit der Gülle, wie die Dienststelle Landwirtschaft und Wald (Lawa) mitteilt. Eine Häufung der Unfälle sei im April und anfangs Juni festzustellen. Dies kann mit den vollen Güllengruben nach dem langen Winter und dem vermehrten Austragen nach der Heu- und Siloernte erklärt werden. Die Zahl der Gülleunfälle ist in der zweiten Jahreshälfte signifikant tiefer als im ersten Halbjahr. Das zeigt sich auch beim Fischsterben, wo sich 80 Prozent der verursachenden Gülleunfälle bis zum 3. Juni ereigneten.

Um der zu hohen Anzahl von Gülleunfällen entgegen zu wirken, hat das lawa in Zusammenarbeit mit dem Luzerner Bäuerinnen- und Bauernverband seit Juni 2009 verschiedene Massnahmen realisiert, die 2010 fortgesetzt und punktuell verstärkt werden:

  • Sicherheitscheck: Im zweiten Halbjahr 2009 sind im Rahmen von Kontrollen 2500 Betriebe auf Risikofaktoren hin überprüft worden. Auf 600 Betrieben wurden Mängel festgestellt, davon auf 263 Betrieben Bodenleitungen aus Zementrohren. Die rasche Sanierung der Risiken sowie die Ausdehnung der Kontrollen auf alle Betriebe ist ein Schwerpunkt des Massnahmenpakets 2010.
  • Baugesuche: Der Bau von Ställen und Hofdüngereinrichtungen wird prinzipiell auf Risikofaktoren hin überprüft.
  • Sensibilisierung: Informationsmaterial wurde an alle Landwirtschaftsbetriebe versandt und an Aus- und Weiterbildungsveranstaltungen wie auch in Fachartikeln auf die Problematik hingewiesen. Gleichzeitig wurden die Gemeinden angeschrieben und über ihre Verantwortung im baulichen Gewässerschutz hingewiesen.

Weil nach dem langen Winter die Lagerkapazität für Hofdünger und Abwasser knapp geworden waren, hatte die Dienststelle Landwirtschaft und Wald die von diesem Problem betroffenen Landwirte aufgefordert, sich zu melden. Vom lawa wurden soweit möglich freie Lagervolumen vermittelt oder allenfalls ein Notaustrag mit besonderen Vorsichtsmassnahmen vereinbart. Ziel war es, Gülleunfälle durch Überlaufen von Güllegruben und nicht sachgemässem Austrag zu vermeiden. Mit 75 Betrieben wurden Massnahmen vereinbart. Diese Serviceleistung wird bei Bedarf auch 2010 angeboten.

scd

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.