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Regierungsrat Paul Winiker zur Fasnacht: «Wir Fasnächtler haben die Reifeprüfung im Kanton Luzern bestanden»

Im Kanton Luzern blieb es in den letzten Tagen ruhig, hier und da gab es einige Festnahmen. Am Güdisdienstag liefen rund 50 Personen summend die Strecke des Monstercorsos ab.

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Der Fritschibrunnen auf dem Kapellplatz um 6 Uhr morgens am Schmutzigen Donnerstag.

Der Fritschibrunnen auf dem Kapellplatz um 6 Uhr morgens am Schmutzigen Donnerstag.

Bild: Urs Flüeler/ Keystone (Luzern, 11. Februar 2021)

(zfo) Aufgrund der Covid-19-Situation durften in diesem Jahr in Luzern keine Fasnachtsanlässe stattfinden. Die Bevölkerung hielt sich im Grossen und Ganzen sehr gut an die Vorgaben des Bundes, schreibt der Kanton Luzern in einer Mitteilung.

Auch der Güdismontag sei ruhig verlaufen. Am Güdisdienstag wurde eine Person vorläufig festgenommen, welche sich sämtlichen Anordnung der Polizei widersetzte und sich nicht ausweisen und kontrollieren lassen wollte.

Am Abend versammelten sich rund 50 Personen an der Bahnhofstrasse. Sie folgten zum grossen Teil einem Aufruf, summend die Strecke des Monstercorsos abzulaufen. Im Aufruf, der unserer Zeitung vorliegt, stand: «Nun rufe ich alle Fasnächtler auf, geht heute in die Stadt und lauft den Monsterumzug ab. Verkleidet oder nicht verkleidet, aber besser verkleidet. Geht in maximal 5 Personen pro Gruppe, mit Abstand von Gruppe zu Gruppe. Macht keine Veranstaltung daraus, sondern geht einfach dahin und summt den Sempacher auf dem Weg.»

Daraus wurde jedoch nichts. Die rund 50 Personen wurden an der Bahnhofstrasse direkt angesprochen. Der Kanton schreibt in seiner Mitteilung: «Die Anordnungen wurden problemlos befolgt.»

Dank an Zünfte, Fasnachtsgesellschaften und Guuggenmusigen

Am Mühlenplatz versammelten sich gegen 21 Uhr rund 40 Personen, worauf die Polizei intervenierte. Auch diese Personen verliessen den Platz ohne Probleme, so der Kanton. Auch auf dem restlichen Kantonsgebiet blieb es während der Fasnachtstage ruhig. Es mussten nur kleinere Versammlungen aufgelöst werden. In Kriens musste ein Take-away-Betrieb aufgrund von Ansammlungen für kurze Zeit geschlossen werden.

Regierungsrat Paul Winiker lobte die Polizistinnen und Polizisten sowie die Bevölkerung von Luzern: «Wir Fasnächtler haben die Reifeprüfung im Kanton Luzern bestanden – solidarisch und verantwortungsvoll.» In diesem Jahr stehe die Bekämpfung der Coronapandemie an erster Stelle, und er freue sich auf eine rüüdig-schöne Fasnacht 2022. Dass die Fasnacht im Kanton Luzern gut über die Bühne ging, sei das Resultat der engen Zusammenarbeit mit den Fasnachtsverantwortlichen: «Mein Dank geht an die Zünfte, Fasnachtsgesellschaften und Guuggenmusigen.»