BILANZ: «Unbefriedigendes Ergebnis» für das Spital

Das Luzerner Kantonsspital schliesst das Jahr 2009 mit einem «unbefriedigenden Rechnungsergebnis» ab – einem Minus von rund 26 Millionen Franken.

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Das Luzerner Kantonsspital. (Bild Edi Wismer/Neue LZ)

Das Luzerner Kantonsspital. (Bild Edi Wismer/Neue LZ)

Das Luzerner Kantonsspital (LUKS) blickt auf ein bewegtes Jahr 2009 zurück. Wie es in einer Mitteilung heisst, legt es erstmals seit vielen Jahren und nach der Zusammenführung der Spitalstandorte Luzern, Sursee, Wolhusen und Montana 2008 ein unbefriedigendes Rechnungsergebnis vor.

Nach Plus 2008 nun ein grosses Minus
Trotzdem habe das LUKS seinen medizinischen Versorgungsauftrag auch 2009 «auf hohem Niveau» erfüllt, heisst es weiter. Das Angebot der Notfallpraxen «24 Notfall» in Luzern und Wolhusen sei rege genutzt worden.

2008 konnte das LUKS laut Mitteilung noch einen Gewinn von mehr als 5,1 Millionen Franken verbuchen. In diesem Jahr nun steht in der Rechnung ein sattes Minus von rund 26 Millionen Franken. Sogenannte «einmalige Effekte», Rückstellungen für die Sanierung der Luzerner Pensionskasse sowie Nachholabschreibungen von 2008 hätten zu diesem Ergebnis geführt.

Leistungsspektrum schränkt ein
Auch für das Luzerner Kantonsspital zeichne sich laut Mitteilung «neuerdings eine negative Kosten-Ertrags-Schere ab», heisst es in der LUKS-Mitteilung weiter. Das Spital werde intern Massnahmen einleiten, um weitere Optimierungsmöglichkeiten zu erkennen. Allerdings sei der Handlungsspielraum aufgrund des vorgegebenen Leistungsspektrums eingeschränkt.

Die Überlebensfähigkeit eines Spitals hänge von den Erträgen ab, schreibt das LUKS. «Ein Spital, das nicht auf ausreichende Mittel abstellt und die notwendigen Investitionen nicht tätigen kann, wird nicht bestehen können», heisst es.

ana