Bildkopien: Jetzt steigt die Stadt ein

Erneut investiert ein Privater Millionen in die Anfertigung von Kopien historischer Brückenbilder. Doch diesmal läuft es anders.

Drucken
Teilen
Jost Schumacher in seinem Archiv, wo er die Kopien der Kapellbrücke-Bilder aufbewahrt. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Jost Schumacher in seinem Archiv, wo er die Kopien der Kapellbrücke-Bilder aufbewahrt. (Bild: Pius Amrein/Neue LZ)

Sein Vorhaben, nach den Bildern der Kapellbrücke auch diejenigen der Spreuerbrücke zu kopieren, hat der Luzerner Rechtsanwalt Jost Schumacher vor rund einem Jahr geäussert. Dass er Nägel mit Köpfen machen will, ist jetzt klar: Bis in maximal sechs Jahren sollen Reproduktionen der 67 Giebelbilder aus dem 17. Jahrhundert vorliegen. Kosten: wiederum rund 2 Millionen Franken.

Im Gegensatz zur ersten Aktion handelt es sich dieses Mal um keinen Alleingang: Schumacher und die Stadt Luzern arbeiten zusammen. «Wir haben vor, ihm die Originalbilder der Spreuerbrücke zur Verfügung zu stellen», bestätigt Stadtrat Kurt Bieder Schumacher auf Anfrage der Neuen Luzerner Zeitung. Als Gegenleistung sind die offiziellen Stellen von Anfang an in den Anfertigungsprozess der Kopien involviert.

Die Kopien dürften zunächst ausschliesslich für den Privatgebrauch hergestellt werden, so Bieder. Er kann sich jedoch im Bedarfsfall - etwa bei Vandalismus - vorstellen, dass die Kopien an der Spreuerbrücke aufgehängt werden. Dies unter der Auflage, dass die Qualität hohen Ansprüchen genügt.

Dave Schläpfer

Mehr lesen Sie am Dienstag in der Neuen Luzerner Zeitung und ihren Regionalausgaben.

Giebelbilder der Spreuerbrücke »