BILDUNG: Berufsschullehrer: Der Unterricht erhält mehr Gewicht

Der Berufsauftrag wird auf das neue Schuljahr hin angepasst. Dabei erhält die Unterrichtstätigkeit mehr Gewicht.

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Eine Frau unterrichtet an einer Schule (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Eine Frau unterrichtet an einer Schule (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Neu wird der berufliche Auftrag drei Tätigkeitsfelder enthalten: «Unterricht», «Evaluation und Weiterbildung» sowie «Zusammenarbeit und Schulentwicklung». Er ist eine verbindliche Grundlage für die Berufsausübung der Lehrpersonen und tritt auf Schuljahr 2017/2018 in Kraft.

Das Tätigkeitsfeld Unterricht wurde mit einer zusätzlichen Lektion verstärkt, teilte die Luzerner Staatskanzlei am Montag mit. Es entspricht neu 88 statt wie bisher 85 Prozent der Jahresarbeitszeit.

Mit dem neuen Berufsauftrag würden die Führungskräfte vor Ort ein «verbindliches und praktikables Führungsinstrument» erhalten, das auch eine transparente Planung ermögliche, heisst es weiter. Lehrpersonen können damit beispielsweise dokumentieren, wie sie die 12 Prozent Arbeitszeit ausserhalb der Unterrichtstätigkeit einsetzen.

Verband fordert Steuererhöhung 

Der neue Berufsauftrag ändere nichts am Anspruch des Lehrpersonals, mit dem Kanton Luzern wieder einen verlässlichen Arbeitgeber zu haben, nimmt der Verbands der Luzerner Berufsschullehrer und Berufsschullehrerinnen (BCH) Stellung. In der Berufsbildung stünden in den nächsten Jahren tiefgreifende Veränderungen bevor: digitaler und bilingualer Unterricht, die Integration von Lernschwachen in die Berufswelt sowie die Förderung von Talenten. Um weiterhin gut ausgebildetes Lehrpersonal und zeitgerechte Arbeitsbedingungen garantieren zu können, bräuche es darum eine moderate Steuererhöhung, meint der BCH. 

Hinweis: Broschüre: Beruflicher Auftrag der Lehrpersonen der Berufsbildung Luzern »

pd/chb