BILDUNG: Gymnasien sollen WLAN erhalten

Die Kommission Erziehung, Bildung und Kultur des Luzerner Kantonsrats befürwortet eien Sonderkredit für den Betrieb einer WLAN-Infrastruktur an den Gymnasien und Berufsfachschulen. Die Computer der Schüler sollen die Eltern bezahlen

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Eine Obwaldner-Klasse arbeitet im Unterricht mit Netbooks. (Bild: Archiv Philipp Schmidli / Neue LZ)

Eine Obwaldner-Klasse arbeitet im Unterricht mit Netbooks. (Bild: Archiv Philipp Schmidli / Neue LZ)

Wie aus der Mitteilung der Kommission Erziehung, Bildung und Kultur (EBKK) hervorgeht, würden neue Technologien zum Alltag gehören: Schulen müssten eine zeitgemässe Ausbildung sicherstellen. Mit der Botschaft «Pegasus - persönliche Geräte ans Schulnetz» könne die Voraussetzung für den Einsatz mobiler Geräte und deren Einbezug in den Unterricht geschaffen werden.

Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Sonderkredit für die Erweiterung der Informatik-Infrastruktur der kantonalen Gymnasien und Berufsfachschulen. Für einen flächendeckenden, kabellosen Internetzugang sind Ausgaben von rund 4,7 Mio. Franken notwendig.

Es sei davon auszugehen, dass sich durch die Einführung von WLAN auch wesentliche Einsparungen ergeben, schreibt die EBKK. Die Zahl der fest installierten Geräte könne durch den Einsatz privater Laptops reduziert werden. Zudem biete «Pegasus» in didaktischer wie organisatorischer Hinsicht viele Chancen für Schülerschaft und Lehrpersonen, so die EBKK.

Eltern bezahlen die Laptops

Die Kommission sei sich über Wert und Notwendigkeit des Projektes einig. Besorgt zeigt sie sich über den Fahrplan. Noch herrsche Unklarheit über die geplanten Sparmassnahmen im Rahmen von Leistungen und Strukturen, schreibt sie.

Wie auch immer «Pegasus» im Detail organisiert werde: Für die Kommission ist klar, dass Schüler dereinst ihren eigenen Laptop in den Unterricht mitbringen werden. Stichproben an Luzerner Gymnasien und Berufsfachschulen hätten ergeben, dass heute je nach Berufsgruppe zwischen 44 und 70 Prozent der Schüler ihr privates Gerät im Unterricht einsetzen. Die Mehrheit der Kommission halte es für vertretbar, dass die Schüler bzw. deren Eltern für die Kosten aufkommen müssen.

Die Diskussion im Kantonsrat wird voraussichtlich in der kommenden Juni-Session stattfinden.

pd/kst