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BILDUNG: Kantonsrat kritisiert Emmer Schulen: Ausfall soll sich nicht wiederholen

Der Kantonsrat kritisierte am Dienstag die Emmer Schulen. Auch der Bildungsdirektor beschönigte nichts.
Kinder sitzen im Kreis im Kindergarten Hirzbrunnen in Basel am Montag, 9. August 2010. Gemaess HarmoS-Konkordat ist der Kindergarten Teil der Primarstufe und damit auch Teil der Volksschule. Alle Schuelerinnen und Schueler, die jetzt den Kindergarten oder die 1. oder 2. Klasse der Primarschule besuchen, durchlaufen bereits die neue Schullaufbahn. (KEYSTONE/ Georgios Kefalas) (Bild: GEORGIOS KEFALAS (KEYSTONE))

Kinder sitzen im Kreis im Kindergarten Hirzbrunnen in Basel am Montag, 9. August 2010. Gemaess HarmoS-Konkordat ist der Kindergarten Teil der Primarstufe und damit auch Teil der Volksschule. Alle Schuelerinnen und Schueler, die jetzt den Kindergarten oder die 1. oder 2. Klasse der Primarschule besuchen, durchlaufen bereits die neue Schullaufbahn. (KEYSTONE/ Georgios Kefalas) (Bild: GEORGIOS KEFALAS (KEYSTONE))

Selten waren sich die Kantonsräte so einig wie am Dienstag Vormittag. Anlass waren zwei Anfragen der Grünen und SP zur Sekundarschule Emmen. Wie unsere Zeitung publik machte, organisierte sie aufgrund der klammen Finanzen keine Stellvertretungen, wenn ein Lehrer bis zu einer Woche ausgefallen war. Die Schüler hatten daraufhin keinen Unterricht oder mussten von einem anderen Lehrer beaufsichtigt werden (Artikel vom 25. Januar).

Dafür hatte Gaudenz Zemp (FDP, St. Niklausen) «kein Verständnis», wie er sagte. Die Regierung müsse gewährleisten, dass der Unterricht stattfindet, forderte SP-Kantonsrat Urban Sager (Luzern). Denn: «Den Jugendlichen wird das grundlegendste Recht vorenthalten.» Monique Frey (Grüne, Emmen) doppelte nach: «Die Schulaufsicht hat in diesem Fall ihre Arbeit nicht gemacht.» Sie alleine sei allerdings nicht dafür verantwortlich. «Vielmehr ist es auch ein Versagen des Systems und der gesamten Finanzstrategie», so Frey. Zur Erinnerung: Die Gemeinde Emmen befindet sich derzeit im budgetlosen Zustand, es können nur die notwendigsten Ausgaben getätigt werden. Stellvertretungen gehörten bis anhin nicht dazu.

Diese Praxis habe man aber bereits wieder geändert, wie Susanne Truttmann, Emmens Bildungsvorsteherin und SP-Kantonsrätin, sagte (Artikel vom 6. März). Das besänftigte am Dienstag die Kantonsparlamentarier.

Schule muss Gesetz einhalten

Trotzdem war man sich einig: Einen «Fall Emmen» dürfe es kein zweites Mal geben. Schliesslich haben die Schulen einen gesetzlichen Auftrag zu erfüllen, sagten Ralph Hess (GLP, Luzern) wie auch Priska Wismer (CVP, Rickenbach). Dessen ist sich Bildungsdirektor Reto Wyss (CVP) bewusst. Es sei denn auch keine weitere Schule bekannt, welche «systematisch auf Stellvertretungen verzichtet», so Wyss. «Wird uns ein Fall gemeldet, dann werden wir aktiv», versicherte er.

Die Bildung dürfte aber auch künftig zu reden geben, wie es Bernhard Steiner (SVP, Entlebuch) passend formulierte: «SP und Grüne machen sich Sorgen um die schulische Qualität in Emmen. Ich bin gespannt, wie sie auf Kriens reagieren, wo die Hausaufgaben gestrichen werden.»

jon

Das war die Debatte im Luzerner Kantonsrat:

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