BILDUNG: Kinderuni: Nicht für alle hat es einen Platz

Die Kinderuni Luzern ist auch in ihrem dritten Jahr wieder ein grosser Erfolg. Gegen 400 Mädchen und Knaben haben sich zu der speziell für Kinder konzipierten Vorlesungsreihe angemeldet – zu viele.

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Kinder im Union in Luzern bei einer Jus-Vorlesung. (Archivbild Marco Zanoni/Neue LZ)

Kinder im Union in Luzern bei einer Jus-Vorlesung. (Archivbild Marco Zanoni/Neue LZ)

Die 328 aufgenommenen Mädchen und Knaben (162/166) können erleben, wie es sich anfühlt, als Studentin oder Student in einem Hörsaal zu sitzen und sich von einer richtigen Professorin oder einem Professor Wissenswertes aus Theologie, Ethnologie, Geschichte, Recht und Medizin vermitteln zu lassen. Zur Kinderuni angemeldet hat sich allerdings eine weitaus grössere Zahl, das Anmeldeportal musste frühzeitig geschlossen werden. Rund 50 Kinder mussten wegen des beschränkten Platzangebotes auf eine Warteliste gesetzt werden, viele konnten sich leider gar nicht erst anmelden, wie die Staatskanzlei Luzern mitteilt.

Eingeladen zur Kinderuni sind Primarschülerinnen und Primarschüler der 3. bis 6. Klasse, die in zwei Altersgruppen (3./4. und 5./6. Klasse) aufgeteilt werden. Zulassungsbedingungen, z.B. einen bestimmten Notendurchschnitt, braucht es nicht. In der Gruppe der 3.- und 4.-Klässler überwiegen bei den diesjährigen Anmeldungen die Älteren, die 60% der Teilnehmenden ausmachen, in der Gruppe der 5. und 6. Klässler ist das Verhältnis 55% (5. Klasse) zu 45% (6. Klasse).

Aus 73 Gemeinden
Ausserordentlich erfreulich sei die grosse Anzahl Kinder, die sich von ausserhalb der Stadt Luzern und der Agglomeration gemeldet haben, wie es weiter heisst. Aus Luzern kommen 63 Kinder, aus Kriens 31 und aus Emmenbrücke 29, die restlichen stammen aus weiteren 70 Gemeinden. Diese Kinder und/oder deren Eltern nehmen z.T. auch lange Anfahrtswege in Kauf, um vom Angebot der Kinderuni zu profitieren. Die Dozierenden sind sich der hohen Erwartungen, die in sie gesetzt sind, bewusst und nehmen ihrerseits die Vorbereitungen der Kinderuni sehr ernst.

Die Kinderuni Luzern findet vom 12. September bis am 24. Oktober an insgesamt fünf Freitagnachmittagen statt. Die Kinder können in dieser Zeit die Vorlesungen in den Räumen der Universität an der Löwenstrasse 16 (Union) besuchen (ausser am 26. September, dann geniessen beide Gruppen Gastrecht im Kantonsspital). Drei Professorinnen und drei Professoren aus allen Fakultäten und dem Kantonsspital Luzern gestalten die dritte Kinderuniversität Luzern mit Themen aus Theologie, Soziologie, Philosophie, Recht und Medizin.

Abwechslungsreiches Programm
Die Vorlesungen: Lucas Burkart, Professor für Geschichte: «Schatz-Geschichten. Wo suchte man und wo fand man in der Vergangenheit Schätze?», Ruth Scoralick, Professorin für Theologie: «Zeichen, Schriften, Schreibpapier - Warum kam man früher beim Schreiben auch mal ins Schwitzen?», Gregor Schubiger, Professor für Kindermedizin: «Was geschieht mit einem gegessenen Hamburger?», Prof. Christoph Konrad, «Was geschieht bei einem Notfall?», Regina Aebi-Müller, Professorin für Recht: «Der gefoulte Fussballer - und was das Recht mit ihm macht», Bettina Beer, Professorin für Ethnologie: «Was ist schön? - Und wer bestimmt das?»

scd