BILDUNG: Lehrer wollen Anforderungen senken

Die Luzerner Lehrer wollen nicht, dass wegen des Lehrplans 21 Lektionen auf Sekundarstufe gestrichen werden. Sie setzen auf ein schlankeres Angebot in der Primar.

Ismail Osman
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Eine Drittklässlerin beim Üben eines Diktates. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)

Eine Drittklässlerin beim Üben eines Diktates. (Bild: Keystone / Gaetan Bally)

Um die im Lehrplan 21 vorgegebenen Ziele zu erreichen, müsste man die wöchentliche Lektionszahl auf der Primarstufe erhöhen. Kostenneutral lösen könnte man dies, indem man im Gegenzug bei den Lektionen auf der Sekundarstufe abbaut. Von solchen Ideen hält der Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverband (LLV) allerdings sehr wenig.

Die Lehrer setzen eher auf ihre Initiative, die bloss noch eine Fremdsprache auf der Primarstufe vorsieht. Kommt diese zu Stande und wird sie vom Volk angenommen, so werden gemäss LLV-Geschäftsführer Kaspar Bättig Lektionen für andere Unterrichtsinhalte verfügbar. Bättig setzt auch ein Fragezeichen hinter die im Lehrplan 21 verlangten Kompetenzen: Diese könnten mit den zur Verfügung stehenden Lektionen nicht erreicht werden. Deshalb werde nun auch die Zahl der Kompetenzen überprüft.