BILDUNG: Luzerner Gemeinden verweigern Zahlung

2015 sollen die Gemeinden eine neue Schulsoftware einführen – und bereits jetzt budgetieren. Das wollen die Gemeinden nicht akzeptieren.

Roseline Troxler
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Die neue Schulverwaltungssoftware kostet 11 Millionen Franken (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Die neue Schulverwaltungssoftware kostet 11 Millionen Franken (Symbolbild). (Bild: Keystone)

Der Kanton Luzern und die Gemeinden wollen eine neue Schulverwaltungssoftware auf das Schuljahr 2015/16 einführen. Budgetieren sollen die Gemeinden die Software bereits jetzt – im Budget 2014. Dies wird vom Verband der Luzerner Gemeinden (VLG) kritisiert. «Wir wurden über die geplante Schulverwaltungssoftware zu wenig gut informiert», sagt Ursi Burkart-Merz, Vorstandsmitglied im VLG. «Wir sehen nicht ein, weshalb das Projekt vorfinanziert werden muss», sagt Burkart-Merz.

Charles Vincent, Leiter der Dienststelle Volksschulbildung, sagt zur Kritik des Verbands Luzerner Gemeinden: «Es handelt sich nicht um eine Vorfinanzierung. Denn der Software-Anbieter soll nach der Beschlussfassung durch den Kantonsrat die Arbeit aufnehmen.»

Software kostet 11 Millionen

Die Kosten des Projektes und des Betriebs sind für zehn Jahre auf 11 Millionen Franken beziffert, heisst es bei der Dienststelle Volksschulbildung. Gemäss Informationen der Dienststelle sollen sich die Gemeinden mit 50 Prozent an den Investitions- und Betriebskosten beteiligen. Charles Vincent sagt: «Zurzeit werden die Offerten ausgewertet. Bis Ende Jahr wird entschieden, wer den Zuschlag erhält.»