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BILDUNG: Luzerner Regierung ist zufrieden mit Wirkung von neuem Stipendiengesetz

Das im Kanton Luzern seit 2014 geltende neue Stipendiengesetz zeigt die gewünschte Wirkung: Vor allem einkommensschwache Elternhaushalte profitierten vom neuen Verteilschlüssel. Nicht der Renner sind hingegen von Privaten mitfinanzierte Stipendien und Darlehen.
Blick in die Universität Luzern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Blick in die Universität Luzern. (Bild: Manuela Jans / Neue LZ)

Die Luzerner Regierung kommt nach zwei Jahren zum Schluss, dass sich das neue Gesetz bewährt. Sie stützt sich dabei auf eine Schlussevaluation durch das Statistikamt Lustat. Wie angestrebt seien im letzten Jahr Ausbildungsbeiträge gezielter ausbezahlt worden, heisst es in einer Mitteilung der Luzerner Staatskanzlei vom Donnerstag.

Das Gesetz war bei seiner Einführung umstritten. Ein Komitee aus Juso, Jungen Grünen, Grünen und dem Luzerner Gewerkschaftsbund hatte das Referendum ergriffen. Es wehrte sich vergeblich gegen die Einschränkung des Bezügerkreises und die Einmischung von Privaten bei der Ausbildungsfinanzierung.

Wie aus der Evaluation nach der Einführung des Gesetzes hervorgeht, stieg das durchschnittliche Stipendium von 5200 auf neu 7000 Franken. Die Zahl der bewilligten Gesuche und Stipendienbezüger verringerte sich um über einen Viertel auf rund 1400. Bei den Darlehen erhöhte sich der durchschnittliche Zustupf von 2900 auf 6300 Franken.

Personen in Ausbildung mit eigenen Kindern erhielten im Schnitt doppelt so hohe Stipendien wie zuvor. Der Anteil der Ausbildungsbeiträge, die an Personen in Ausbildung gezahlt wurden, deren Eltern ein steuerbares Einkommen von weniger als 30'000 Franken auswiesen, stieg von 40 auf 55 Prozent nach der Gesetzesrevision. Bei Personen in Ausbildung mit alleinerziehendem Elternteil stieg das Stipendienvolumen von 15 auf 38 Prozent.

Kanton führt Pilotprojekt nicht weiter

Auch die finanziellen Vorgaben wurden mit dem neuen Gesetz laut Regierung eingehalten. Die Gesamtsumme der Stipendien blieb mit rund zehn Millionen Franken 2015 praktisch unverändert. Bei den Darlehen verdoppelte sich die Summe auf rund 1,5 Millionen Franken. Dies sei weniger als erwartet, heisst es in der Mitteilung. Vor Inkrafttreten des Gesetzes rechnete der Kanton mit dereinst 3,5 Millionen Franken.

Kein Erfolg hingegen ist der stark umstrittenen Teil des Gesetzes und das Schweizer Novum, wonach auch Private Stipendien und Darlehen mitfinanzieren sollen. Gerade mal 28 Personen, die vom Kanton keinen Ausbildungsbeitrag erhielten, hatten bis im Februar 2016 vom Kanton zur Verfügung gestellte Beratungsgutscheine für eine private Lösung eingelöst, wie aus der Mitteilung hervorgeht.

Der Kanton unterzeichnete darum keine Leistungsvereinbarung mehr mit der Schweizerischen Stiftung für Bildungsförderung und -finanzierung (Educa Swiss). Die Anlaufstelle berät Personen in Ausbildung bei der Finanzierungsplanung und vermittelt Darlehen und private Mentoren für eine Realisierung. (sda)

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