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BILDUNG: Luzerner Studenten sind spitze

Luzerner machen ihren Abschluss überdurchschnittlich schnell – und auch die tiefe Abbruchquote bei Uni-Absolventen ist erfreulich. Es gibt aber auch Werte, auf die der Bildungsdirektor ein Augenmerk legen will.
Lukas Nussbaumer
Studenten der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern starten ins neue Semester. (Bild: Pius Amrein (15. September 2017))

Studenten der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Luzern starten ins neue Semester. (Bild: Pius Amrein (15. September 2017))

Lukas Nussbaumer

lukas.nussbaumer@luzernerzeitung.ch

Welche Wege schlagen Sek-Schüler und Maturanden ein? Und wie erfolgreich sind sie dabei? Darüber lassen sich im Kanton Luzern erstmals Aussagen machen – dank neuen Daten in den nationalen Bildungsstatistiken, wie Lustat Statistik Luzern mitteilt.

So zeigen die ausgewerteten Quellen des Bundesamts für Statistik aus dem Jahr 2012, dass sich Luzerner Maturanden länger Zeit lassen, bis sie ein Studium an einer Hochschule (Universität, Fachhochschule, Pädagogische Hochschule) aufnehmen: 50 Prozent starten mit dem Studium erst ein Jahr nach der Matura, landesweit sind es 41 Prozent. Direkt nach der Matura an eine Hochschule wechseln schweizweit 43 Prozent der Maturanden, aber nur 30 Prozent der Luzerner.

Der Luzerner und der durchschnittliche Schweizer Student unterscheiden sich aber nicht nur in Bezug auf den Startzeitpunkt des Studiums, sondern auch was die Dauer und den erfolgreichen Abschluss betreffen. So erlangten innerhalb des sechsjährigen, 2009 begonnenen Untersuchungszeitraums mehr Luzerner Uni- und Fachhochschulstudenten einen Bachelor-Abschluss als der durchschnittliche Schweizer Student. Auch ist die Abbruchquote bei Uni-Absolventen tiefer als im schweizweiten Durchschnitt (siehe Tabelle). Bildungsdirektor Reto Wyss führt diese Werte auf die Qualität der Luzerner Schulen und Lehrer zurück, die ihre Schüler gut auf das Studium vorbereiten würden.

Angehende Luzerner Lehrer brechen Studium häufiger ab

Bei den Absolventen der Pädagogischen Hochschulen lag die Erfolgsquote der Luzerner Studenten unter dem landesweiten Mittel. Wyss, der sowohl den Universitätsrat als auch jenen der Pädagogischen Hochschule präsidiert, bereitet dies keine Sorgen. «Im Auge behalten müssen wir die Entwicklung aber schon.» Eventuell liege der Grund an den hohen Anforderungen, welche die Pädagogische Hochschule Luzern – an der sehr viele Luzerner studieren – stelle. Für eine seriöse Aussage bräuchte es jedoch eine vertiefte Analyse.

Diese wäre auch nötig, um die hohe Abbruchquote von 17 Prozent bei den Fachhochschülern erklären zu können. Ein Grund dafür kann laut dem CVP-Regierungsrat die Möglichkeit der meisten Fachhochschulstudenten sein, bei einem Studienabbruch – im Gegensatz zum Grossteil der Uniabsolventen – wieder im erlernten Beruf arbeiten zu können. Zu beachten gelte es auch die grossen Unterschiede zwischen den Studienrichtungen. Wer Musik, Design oder Kunst studiere, müsse eine Aufnahmeprüfung bestehen, weshalb die Abbruchquote tief sei. Bei anderen Studiengängen wie etwa Wirtschaft gebe es besonders im ersten Studienjahr viele Abbrüche, so Wyss.

Als grosses Problem stuft der Präsident des Konkordatsrats der Fachhochschule Zentralschweiz die signifikant höhere Abbruchquote von Fachhochschülern nicht ein. Schliesslich seien die Luzerner Werte nicht schlechter als die schweizerischen. Verbessern lasse sich die Quote nur über bessere Informationen, so Wyss: «Wir müssen angehende Studenten mit einer guten Beratung ins richtige Studium führen.»

Wyss: «Ewige Studenten finanzieren wir nicht»

Ein Indiz dafür, dass sich viele Luzerner im Studium wohlfühlen, ist die tiefe Durchlässigkeit von 3 Prozent – landesweit sind es 4. Das heisst, dass nur 3 Prozent der Masterabsolventen den Bachelor nicht im selben Hochschultyp erworben haben, sondern zwischen Bachelor und Master den Studienort gewechselt hatten.

Offen lässt die Auswertung von Lustat Statistik Luzern, wie viele Luzerner Studenten ihren Bachelor schon in der Regelzeit von drei Jahren machten. Sicher ist: Für den Kanton spielt die Dauer des Studiums aus finanzieller Optik eine untergeordnete Rolle. Die Unterstützungsperioden sind nämlich begrenzt, so beispielsweise an den Unis auf maximal zwölf Semester. Reto Wyss drückt es so aus: «Das Klischee, wir würden ewige Studenten finanzieren, stimmt schon längst nicht mehr.

Die neuste Publikation von Lustat Statistik Luzern gibt’s unter: www.luzernerzeitung.ch/bonus

Die Bachelor-Abschlüsse in Luzern im Vergleich zur gesamten Schweiz. (Bild: Lustat Statistik Luzern)

Die Bachelor-Abschlüsse in Luzern im Vergleich zur gesamten Schweiz. (Bild: Lustat Statistik Luzern)

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