BILDUNG: Planungsbericht: Verband übt harsche Kritik

«Zurück an den Absender!» So das Urteil des Luzerner Lehrerinnen- und Lehrerverbandes (LLV) zum Planungsbericht Sekundarstufe.

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Unterrichtsszene aus einer Sekundarstufe. (Archivbild Remo Inderbitzin/Neue LZ)

Unterrichtsszene aus einer Sekundarstufe. (Archivbild Remo Inderbitzin/Neue LZ)

Am 3./4. November wird der Kantonsrat den Planungsbericht Sekundarstufe beraten (offizieller Titel «Planungsbericht über die Schnittstellenproblematik zwischen der Primarstufe und der Sekstufe I und II»). Die drei bisherigen Sek-1-Modelle sollen auf zwei Modelle reduziert werden. Als Folge davon würde das typengetrennte Modell – oftmals in grossen Schulen eingesetzt – verschwinden.

Mehrkosten statt Einsparungen geortet
Und genau, was diesen Punkt anbelange, sei die Vorlage viel zu wenig konkret, findet der LLV, wie er in einer Medienmitteilung schreibt. Zudem widerspricht der Verband deutlich der Aussage, dass dadurch Einsparungen möglich seien. Denn die Schulorganisation werde bei den verbleibenden Modellen (kooperatives und integriertes Modell) erheblich erschwert. Bauliche Massnahmen wären bei einer Umstellung unumgänglich. Die Forderung: Grosse Gemeinden sollten beim typengetrennten Modell bleiben, bis die Ressourcen für die Umstellung vorhanden sind.

Der regierungsrätliche Bericht fordere zudem eine verstärkte Umsetzung individualisierender Lehr- und Lernformen. Auch damit ist der LLV grundsätzlich einverstanden. Allerdings müssten zuerst die dafür notwendigen Lehrmittel geschaffen und die Klassengrössen reduziert werden. Auch eine Umlagerung der Unterrichtszeit wird gefordert. Generell müssten Kinder und Jugendliche auch lernen, persönliche Wünsche gelegentlich zum Wohle der Gemeinschaft zurückzustellen.

Selbstgesteuertes Lernen: Fehlende Basis?
Zudem habe der LLV festgestellt, dass manche Schüler mit dem selbstgesteuerten Lernen völlig überfordert sind. Ein Ausbau desselben sei nur sinnvoll, wenn die Schüler von der Primarschule an damit vertraut gemacht würden. «Ohne Aufbau von unten, ohne Anpassung der Lehrpläne und Weiterbildung der Lehrpersonen darf auf der Sek-Stufe kein Ausbau betrieben werden», wie es weiter heisst

scd