BILDUNG: Religion: Reto Wyss gibt Druck nach

Erst wollte er nichts von einem Schulbesuch im Fach Religion und Ethik wissen. Jetzt interessiert sich Bildungsdirektor Reto Wyss doch noch für den Unterricht.

Matthias Stadler
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Eine Unterrichtsstunde an der Kantonsschule Alpenquai: Tommi Mendel unterrichtet Schüler einer 5. Klasse im Fach Religion und Ethik, bei welchem der Regierungsrat sparen will. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Eine Unterrichtsstunde an der Kantonsschule Alpenquai: Tommi Mendel unterrichtet Schüler einer 5. Klasse im Fach Religion und Ethik, bei welchem der Regierungsrat sparen will. (Bild: Pius Amrein / Neue LZ)

Der Luzerner Bildungsdirektor Reto Wyss besucht nun doch eine Lektion des Fachs Religion und Ethik.
Luzern Reto Wyss wird sich am Montag mit einer Delegation der Fachschaft Religionskunde und Ethik an der Kantonsschule Alpenquai in Luzern treffen. Danach werde er eine Lektion dieses Fachs besuchen. Noch Anfang Woche hatte er gegenüber unserer Zeitung gesagt, dass er keine Schulklasse besuchen wolle.

Wyss betont jedoch, dass er nicht aufgrund öffentlichen Drucks die Klasse besuchen würde. «Ich habe auf die Einladung spontan reagiert, mich aber primär für ein Gespräch entschieden, da ich mir davon einen Mehrwert verspreche.»

Mittlerweile wehren sich auch die Schüler gegen die Abschaffung des Fachs Religion und Ethik an Obergymnasien. Der Verband Luzerner Schülerorganisationen sagt, das Fach gehöre zur «essentiellen Grundausbildung. Ausserdem werden in diesem Fach Themen behandelt, welche in anderen Fächern keinen Platz haben.» Zudem sind nun mehr als 7000 Unterschriften für eine Petition zusammengekommen, welche die Abschaffung verhindern will.