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BILDUNG: Uni Luzern sucht neuen Rektor

In einem Jahr soll der Nachfolger von Paul Richli (69) sein Amt als Uni-Rektor antreten. Gefragt ist ein Professor mit Unternehmergeist.
«Die Nachfolge selber zu bestimmen, geht heute gar nicht mehr.» Paul Richli, 2016 abtretender Uni-Rektor. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

«Die Nachfolge selber zu bestimmen, geht heute gar nicht mehr.» Paul Richli, 2016 abtretender Uni-Rektor. (Bild: Nadia Schärli / Neue LZ)

Jetzt ist es offiziell: Der Universitätsrat, strategisches Führungs- und Aufsichtsorgan der Universität Luzern, sucht auf den 1. August 2016 einen neuen Uni-Rektor. Im Kantonsblatt vom letzten Samstag ist die Stelle ausgeschrieben. Die Anforderungen an den Nachfolger oder die Nachfolgerin des jetzigen Rektors Paul Richli (69) sind eine langjährige Tätigkeit als Professor und Führungserfahrung in der Leitung akademischer Gremien sowie gute Englisch- und Französischkenntnisse.

Ergänzend zu den offiziellen Anforderungen sagt Paul Richli auf Anfrage: «Die Uni Luzern ist zu weniger als 25 Prozent mit einem Globalbeitrag grundfinanziert. Darum muss die Universität für möglichst stabile Studierendenzahlen sorgen sowie für genügend Forschungsprojekte, die von Nationalfonds und Bund mitfinanziert werden. Das setzt eine unternehmerisch denkende Führungsperson voraus.»

Wirtschaftsfakultät vorantreiben

Während sich Richli in seiner im August 2010 begonnenen Amtszeit dem Ausbau der Uni gewidmet hat, liege es an der Nachfolge, diesen einerseits zu konsolidieren, anderseits aber auch weiter voranzutreiben. «Die bisherigen Fakultäten müssen weiterentwickelt werden. Und die neue Wirtschaftsfakultät ist zwar aufgegleist, deren Aufbau muss aber finanziell und personell begleitet werden.»

Zu den oft hart geführten Bildungsdebatten erklärt Richli: «Ich schätze das Klima sehr und habe auch gute Kontakte zu Parlamentariern knüpfen können. Andererseits ist auch klar, dass der Kanton aufgrund der angespannten Finanzlage für die Bildung nur begrenzte Mittel aufwenden kann.»

Warum hat Richli nicht persönlich eine Nachfolge aufgebaut? «Was früher auch bei Professuren möglich war, geht heutzutage auch für Rektoren gar nicht mehr: die Nachfolge selber zu bestimmen.» Wie andere Universitäten auch habe die Uni klar getrennte Strukturen. So wisse er auch keine Details zur Suche seiner Nachfolge.

Richli ist zwar Mitglied mit beratender Stimme im Universitätsrat, das Gremium hat aber eigens eine Findungskommission eingesetzt, die sich ohne Richlis Beteiligung auf die Suche nach einem neuen Rektor macht. Er ist auch nicht Mitglied der Wahlversammlung der Universitätsangehörigen, welche dem Universitätsrat den Wahlantrag stellt. Präsidiert wird die Kommission von Rechtsprofessor Roland Norer, Vizepräsident ist Martin Mark, Dekan der theologischen Fakultät.

Auch offen für interne Bewerbung

Das Einsetzen einer Findungskommission ist im Organisationsreglement vorgeschrieben, wie Bildungsdirektor und Uni-Ratspräsident Reto Wyss (CVP) auf Anfrage erklärt. Die Wahl sei vollkommen offen: «Selbstverständlich kann auch eine interne Bewerbung zum Zug kommen.» Dass schon ein Jahr im Voraus gesucht werde, sei bei hohen Kaderpositionen üblich.

Pläne für seine Zukunft schmiedet Richli noch nicht: «Ich habe weiterhin ein Mandat als Rechtskonsulent bei der Anwaltskanzlei Kaufmann, Rüedi Rechtsanwälte Luzern, erstelle Gutachten für Bund und Kantone und will noch einige Fachpublikationen veröffentlichen.» Dass er dereinst als emeritierter Professor an der Uni Luzern Vorlesungen halte, sei derzeit kein Thema.

Altersgrenze 70 gilt weiterhin

Im Dezember 2013 ist Richli vom Universitätsrat für zwei weitere Jahre als Rektor gewählt worden. Zu reden gab damals Richlis Alter. Denn laut Personalgesetz des Kantons Luzern können Angestellte bis maximal zur Erfüllung des 68. Lebensjahrs beschäftigt werden. Für Richli hat die Regierung allerdings die Personalverordnung der Uni Luzern angepasst. Das Anheben der Alterslimite auf 70 Jahre wurde von linken wie rechten Parteien als «Lex Richli» kritisiert. Das hat Reto Wyss umgehend dementiert: Auch künftige Rektoren dürfen bis 70 im Amt bleiben.

Alexander von Däniken

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