Bildungskommission gegen Wirtschaftsfakultät

Die Bildungskommission des Kantons Luzern kommt zum Schluss, dass eine Wirtschaftsfakultät an der Uni Luzern vorerst nicht weiterverfolgt werden soll. Der Entschied fiel mit knappem Mehr. Alle drei Hochschulen sollen wachsen können.

Drucken
Teilen
Eine Mehrheit ist dafür, dass alle drei Hochschulen wachsen sollen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Eine Mehrheit ist dafür, dass alle drei Hochschulen wachsen sollen. (Bild: Dominik Wunderli / Neue LZ)

Insbesondere in den Bereichen Forschung und Weiterbildung ist für die knappe Mehrheit der Kommission eine gegenseitige Konkurrenzierung der Wirtschaftsangebote von Universität und Hochschule an einem Standort zwangsläufig und unerwünscht. Zudem seien die Alternativen zu einer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät nicht sorgfältig genug geprüft worden. Die Kommission wünscht sich zudem verbindlichere Angaben zum Infrastrukturbedarf einer vierten Fakultät.

In der Folge beantragt die Kommission, dass zwischen den drei Hochschulen künftig zwingend enger zusammengearbeitet werden soll, das Gebiet Seetalplatz als möglicher Hochschulstandort abgeklärt wird, die Einführung eines Masterstudiums Medizin zu prüfen ist sowie die finanziellen Mittel für die Entwicklung der Hochschulen nicht zulasten anderer Bildungsaufgaben aufgebracht werden.

Hochschulen sollen wachen

Weiter teilt die Kommission Erziehung, Bildung und Kultur mit, dass sie den Planungsbericht über die Hochschulentwicklung im Kanton Luzern einstimmig zur Kenntnis genommen hat. Eine Mehrheit der Kommission wünscht, dass alle drei Hochschulen wachsen sollen. Eine Minderheit will die Obergrenze der Studierenden der Universität bei 2600 belassen. An der Sitzung haben Uni-Rektor Paul Richli, Hochschul-Rektor Markus Hodel sowie Bildungsdirektor Reto Wyss ihre Positionen dargelegt.

Die Fraktionen diskutieren den Hochschulbericht Anfang Mai. Der Kantonsrat wird den Bericht in der Session vom 14. und 15. Mai beraten.

pd/rem