Biodiversität
Kantonsrat schmettert weitere Massnahmen zum Erhalt der Insektenvielfalt ab

SP und Grüne fordern weitergehende Schritte, um das «sechste Massensterben der Biodiversität» zu verhindern. Die restlichen Parteien halten dagegen.

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Wald-Sonderreservat im Staldigwald in Werthenstein.

Wald-Sonderreservat im Staldigwald in Werthenstein.

Bild: Pius Amrein (Werthenstein, 8. August 2014)

(lf) Es ist ein Thema, das bereits vor zwei Jahren breit im Luzerner Kantonsrat diskutiert wurde: der Erhalt der Insektenvielfalt und der Bodenlebewesen. Anschliessend verabschiedete das Parlament einen Planungsbericht. Für SP-Kantonsrat Hasan Candan nicht genug – er verlangt nun vom Regierungsrat erneut, «wirksame Massnahmen zu beschliessen, welche die einmalige Artenvielfalt der Insekten und Bodenlebewesen erhält und fördert, um so ihren dramatischen Rückgang zu stoppen».

Gestützt wird sein Anliegen von Vertreterinnen und Vertretern seiner eigenen Partei sowie von den Grünen. Die restlichen Parteien sind der Meinung, man solle die beschlossenen Massnahmen jetzt erst mal umsetzen und nach fünf Jahren validieren. Auch der Regierungsrat beantragt die Ablehnung. Und so kommt es dann auch: Der Kantonsrat lehnt das Postulat mit 27 zu 71 Stimmen ab.