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Bischöfe stellen sich gegen die Pfarrei-Initiative

Die am Montag lancierte Pfarrei-Initiative sorgt weiter für Gesprächsstoff. Die Deutschschweizer Bischöfe lehnen die Pfarrei-Initiative ab und laden die Initianten zum Gespräch.
Gottesdienst in der Klosterkirche in Einsiedeln. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Gottesdienst in der Klosterkirche in Einsiedeln. (Bild: Keystone/Urs Flüeler)

Nachdem bis am Donnerstagvormittag bereits über 180 Seelsorgerinnen und Seelsorger den «Aufruf zum Ungehorsam» gegenüber Rom unterzeichnet haben, werden sich heute Donnerstag die drei Deutschschweizer Bischöfe Felix Gmür (Bistum Basel), Vitus Huonder (Chur) und Markus Büchel (St. Gallen) öffentlich dazu äussern.

Wie zuverlässige Quellen gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung» bestätigen, haben sich die drei Bischöfe am Mittwochabend in einer Gesprächsrunde entsprechend ausgetauscht. Offenbar sind sich die drei Bischöfe einig und lehnen den Inhalt der Pfarrei-Initiative ab. Der Weg, den die Reformbewegung einschlägt, wird von den Bistümern als nicht gangbar taxiert. Diese Linie hatte der Bischofsvikar im Kanton Luzern, Ruedi Heim, bereits am Dienstag gegenüber der «Neuen Luzerner Zeitung» vorgezeichnet: «Dann wären wir keine katholische Kirche mehr», sagte Heim, auch im Hinblick auf die von den Initianten postulierte Frauenordination.

Die Pfarrei-Initiative unter Federführung des Surseer Diakons Markus Heil, nimmt in Kauf, dass man den Beteiligten Ungehorsam vorwirft. Sie wollen jene Reformen umsetzen, die dem biblischen Auftrag entsprächen, auch wenn die Kirchenleitung diese Erneuerungen verweigere. Die Forderungen widersprechen der römisch-katholischen Lehre, seien aber bereits «gelebte Realität». So soll gemäss der Pfarrei-Initiative unter anderem dies «offizialisiert» werden: Wiederverheiratete Paare dürfen an den Eucharistiefeiern in der katholischen Kirche ebenso teilnehmen wie Homosexuelle oder Mitglieder anderer christlicher Kirchen. Und ausgebildete Laien sollen die Predigt halten dürfen.

Die Reformforderungen der Initiative stehen im Einklang mit der österreichische Pfarrerinitiative, die 2011 derart hohe Wellen geschlagen hatte, dass sich selbst Papst Benedikt XVI. in einer Predigt dazu äusserte.

Jérôme Martinu / Neue LZ

Bischöfe laden zum Gespräch

Wie es in einer ersten Reaktion heisst, haben die Bischöfe von St. Gallen, Chur und Basel die «Pfarrei-Initiative» zur Kenntnis genommen. Sie seien erstaunt, dass die Seelsorgerinnen und Seelsorger nicht das Gespräch gesucht haben, sondern mit einem Text direkt an die Öffentlichkeit gelangt sind. Die sogenannten «Selbstverständlichkeiten» seien keine gangbaren Wege, um die Pastoral verantwortungsvoll zu gestalten. Verantwortungsvolle Seelsorge geschehe immer in Zusammenarbeit und Einheit mit den Bischöfen und der Weltkirche. Deshalb laden die Bischöfe von St. Gallen, Chur und Basel die Initianten der Initiative zu einem klärenden Gespräch ein.

pd/bep

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Was ist Ihre Meinung zur Pfarrei-Initiative? Ist sie der richtige Weg, um die Realität der heutigen Seelsorge zum Thema zu machen? Oder fördert die Initiative gar eine Spaltung der katholischen Kirche? Diskutieren Sie mit unter www.luzernerzeitung.ch/forum »

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