BISTUM BASEL: Bischofswahl: Das Volk soll mitreden

Katholiken des Bistums Basel fordern mehr Mitsprache bei der Bischofswahl. Der Schuss könnte aber nach hinten losgehen.

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Der abtretende Bischof Kurt Koch. (Archivbild Geri Wyss/Neue NZ)

Der abtretende Bischof Kurt Koch. (Archivbild Geri Wyss/Neue NZ)

Eine bunt durchmischte Gruppe von Katholiken des Bistums Basel fordert in einem im Internet aufgeschalteten Manifest «eine breitere, demokratische Mitwirkung bei Bischofswahlen». «Unsere Ideen gehen in Richtung Volkswahl des Bischofs», erklärt Florian Flohr, Theologe aus Luzern.

Einer der Vorschläge: Ein Kirchenparlament bestimmt die sechs Bischofskandidaten. Das Domkapitel könnte dann einen auswählen. Heute stellt das Domkapitel die sechs Kandidaten für die Bischofswahl zusammen.

Haushalte befragen
Eine weitere Forderung der Katholiken: Ab sofort soll die Kirchenbasis bei der Bischofswahl viel stärker mit einbezogen werden. «Man könnte beispielsweise Fragebogen an alle Haushalte verschicken oder diese in den Pfarreiblättern abdrucken», sagt Walter Kirchschläger, Theologieprofessor an der Universität Luzern. «Wichtig ist, dass sich das Volk einmischt und dass wir das Prozedere nicht einfach einigen wenigen überlassen.»

Altes Wahlprozedere
Für ein neues Wahlprozedere müsste das Konkordat von 1828, das den Wahlmodus festlegt, geändert werden. Dazu müssten der Heilige Stuhl, die Regierungen der Bistumskantone und eventuell der Bund ihren Segen geben.

Luzia Mattmann/Neue LZ

Den ausführlichen Artikel zu diesem Thema lesen Sie am 17. Juli in der «Neuen Luzerner Zeitung».