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BLASMUSIK: Dank Wettbewerb zu hohem Niveau

Der Luzerner Kantonal-Blasmusikverband feierte gestern an der Luga sein 125-jähriges Bestehen. Die Darbietungen auf der Eventbühne zeugten vom Können der Musiker.
Natalie Ehrenzweig
Die Blasmusik Rothenburg gehört zu den vielen Musikformationen, die gestern den Verbandsgeburtstag an der Luga feierten. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 30. April 2017))

Die Blasmusik Rothenburg gehört zu den vielen Musikformationen, die gestern den Verbandsgeburtstag an der Luga feierten. (Bild: Roger Grütter (Luzern, 30. April 2017))

Natalie Ehrenzweig

stadt@luzernerzeitung.ch

Bei bestem Geburtstagswetter feierte gestern der Luzerner Kantonal-Blasmusikverband (LKBV) sein 125- jähriges Bestehen. «Wir konzentrieren unsere Jubiläumsaktivitäten auf diesen Tag. Eine neue Fahne ist im Gespräch, aber das ist noch offen», erklärt Christoph Bangerter, Musikkomissionspräsident des Verbands.

Seit 1882 organisiert der LKBV verschiedenste Anlässe wie das kantonale Musikfest, das erstmals 1894 durchgeführt wurde. «Die Musikfeste, aber auch die Musiktage sind jeweils unsere Höhepunkte», so Christoph Bangerter. Wer nicht blasmusik-affin ist: An den Musikfesten messen sich die verschiedenen Formationen untereinander – vor Publikum und einer Jury. «Musik ist nicht messbar. Das ist eine gängige Kritik. Doch es gibt schon messbare Aspekte in der Musik, zum Beispiel Rhythmik oder Intonation und Stimmung. Mehr Geschmacksache ist dann zum Beispiel die musikalische Gestaltung oder die Interpretation», erläutert er.

Statt ein Konzert zu spielen, misst man sich lieber

Christoph Bangerter versteht zwar die Einwände gegen die Musikwettbewerbe. Trotzdem hält er diese für sinnvoll: «Die Wettbewerbe sind der Grund, weshalb wir hier in der Schweiz, im Besonderen im Wallis und in Luzern, Blasmusik auf so hohem Niveau haben. Die Wettbewerbe tragen ausserdem sehr viel zur Motivation beim Üben bei. Wenn ich zum Beispiel einer Jugendmusik vorschlage, statt an einem Wettbewerb mitzumachen, ein cooles Konzert zu veranstalten, wollen sie immer lieber zum Wettbewerb. Es wird mehr dafür geübt als etwa für ein Konzert», weiss der Musikschulleiter.

An einem Wettbewerb wird vor einer Jury gespielt. «Und vor einem sehr grossen, interessierten Publikum. Gerade hier im Kanton Luzern ist das Blasmusik-Publikum sehr treu», betont Bangerter. Das sei nicht selbstverständlich. Und auch an der Luga zeigt sich das treue Publikum. Während des ganzen Tages spielten Blasmusiken aus dem ganzen Kanton und zeigten so ein breites Repertoire an Blasmusik. «Blasmusik kann kompliziert sein, aber es kann auch einfache Marschmusik oder eine Polka sein», so der Musikkomissionspräsident.

Blasmusik erfreut sich auch 125 Jahre nach der Verbandsgründung noch grosser Beliebtheit. «Es gibt zwar eine gewisse Stagnation in den Musikschulen, und einige Vereine klagen über Nachwuchsmangel. Aber ich sehe das so: Wenn Jugendliche nicht in meinen Verein kommen wollen, machen wir als Verein etwas falsch. Man muss sich auf die neuen Bedürfnisse der Jugendlichen einstellen. Zum Beispiel mehr projektorientiert arbeiten oder mal ein Konzert mit einem DJ machen», sagt Christoph Bangerter.

Am Tag der Blasmusik konnten gestern ausserdem Instrumente ausprobiert werden – von der Flöte bis zum Alphorn war alles dabei. Kinder, aber durchaus auch Erwachsene versuchten sich darin, den Instrumenten Töne zu entlocken. «Doch die meisten Blasmusikmitglieder kommen schon in jungen Jahren zu uns. Wer bei Schul­ende in einer Musik spielt, bleibt meist dabei», freut sich Bangerter.

Hinweis

Am 20. Mai finden das Jugendmusikfest und am 27./28. Mai der Luzerner Kantonale Musiktag in Schüpfheim statt. Infos: www.musiktagschuepfheim.ch.

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