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BLASMUSIK: Luzerner Brass Bands sind heiss auf Montreux

Die besten Brass Bands der Schweiz spielen jedes Jahr im November in Montreux um den Titel des Schweizer Meisters. Der Wettbewerb ist so beliebt wie nie. Heuer nehmen 67 Ensembles teil – Rekord.
Roger Rüegger
Dirigent Manuel Imhof bereitet sich mit der Jugend-Brass-Band Oberer Sempachersee auf den Wettbewerb in Montreux vor. (Bild: Nadia Schärli (Neuenkirch, 14. November 2017))

Dirigent Manuel Imhof bereitet sich mit der Jugend-Brass-Band Oberer Sempachersee auf den Wettbewerb in Montreux vor. (Bild: Nadia Schärli (Neuenkirch, 14. November 2017))

Am Ufer des Genfersees treffen sich jeden Herbst die besten Brass Bands der Schweiz. Bei der 43. Auflage der Schweizer Meisterschaft messen sich insgesamt 67 Ensembles in fünf Klassen. «Das ist eine tolle Beteiligung und sogar Rekord. So viele Formationen haben sich noch nie angemeldet», sagt Ariane Brun, Präsidentin des Schweizerischen Brass-Band-Verbands.

Die Frau aus Grosswangen freut sich einerseits über die ­offensichtlich steigende Popularität des Wettbewerbs, andererseits sei das grosse Teilnehmerfeld für das Erstellen des Zeitplans eine Herausforderung. Den 67 Bands stehen für ihre Darbietungen am Wochenende vom 25. und 26. November im Montreux Music & Convention Centre mit dem Auditorium Stravinski und der Miles Davis Hall nur zwei Konzertsäle zur Verfügung. Die 11 Ensembles der Höchstklasse spielen zudem ein Aufgabenstück sowie ein Selbstwahlstück. Es werden also 78 Stücke vorgetragen.

In dieser Klasse haben in den letzten vier Jahren die Brassband Bürgermusik Luzern (2013) und die beiden Walliser Brass Bands Valaisia (2015 und 2016) und Treize Etoiles (2014) den Sieg ­geholt. Die Bürgermusik belegte 2016 den 2. Rang. Diese Bands werden auch heuer ein gewichtiges Wort um den Sieg mitreden. Für Spannung ist also gesorgt. Der Sieger in Montreux qualifiziert sich für die Europameisterschaft. Im nächsten Jahr findet diese in Holland statt. 2019 sind die Schweizer Gastgeber. Austragungsort ist Montreux.

Neue Luzerner Band sagt Konkurrenz den Kampf an

Die Luzerner und die Walliser sind nicht nur stark im Spiel, sondern jedes Jahr zahlreich vertreten. Heuer sind 14 Luzerner Formationen am Start. Und sie haben durchaus Ambitionen. In der 4. Klasse will die Jugend-Brass-Band Oberer Sempachersee die Konkurrenz der Hinterländer Jugend-Brass-Band mit Dirigent Luca Frischknecht endlich als Sieger ablösen. «In den letzten Wettbewerben in Montreux und auch an den kantonalen Jugendmusikfesten belegten wir jeweils den zweiten Rang hinter unseren Kollegen aus dem Hinterland. Das wollen wir jetzt ändern», sagt Manuel Imhof, der vor drei Jahren die musikalische Leitung der Band übernommen hat. Seine Musiker, die laut Imhof heiss auf den Wettbewerb sind, treten dieses Jahr neu unter dem Namen Oberer Sempachersee auf. Dies, weil sich auf das Schuljahr 2017/18 die Musikschulen Sempach und Neuenkirch zur Musikschule Oberer Sempachersee zusammengeschlossen haben. Beim Duell der Luzerner Bands darf man in dieser Klasse die Entlebucher Jugend-Brass-Band unter der Leitung von Mario Schubiger nicht vergessen. Auch diese Formation belegt regelmässig einen Spitzenplatz. Die Dirigenten und die jungen Musiker der 4. Klasse spielen dieses Jahr das Stück «Terra Nova». Laut Imhof kommt es zu einer Uraufführung. «Es gibt keine Aufnahme davon. Weder wir Dirigenten noch die Musiker oder die Jury haben das Stück je zuvor gehört. Das macht die Sache zusätzlich spannend», sagt Imhof, der in Montreux nicht nur als Dirigent engagiert ist, sondern in der 1. Klasse bei der Brass Band Reiden als Posaunist aushilft. Der Vollblutmusiker ist zudem Vorstandsmitglied der Brassband Bürgermusik Luzern und Musik­schul­leiter in Inwil und Hildisrieden.

Gespannt sein darf man auch auf die BML Talents unter der Leitung von Patrick Ottiger. Die Nachwuchsabteilung der Bürgermusik Luzern spielt zum ersten Mal in der 1. Klasse. Im letzten Jahr siegten sie in der 2. Klasse mit 95 Punkten vor der BB Berner Oberland Junior (94), der BB Harmonie Rickenbach (93) und der BB Feldmusik ­Escholzmatt (92). Die BML Talents siegten dieses Jahr zudem beim Welt-Jugendmusikfestival im Konzertvortrag sowie in der Parademusik, und sie gewannen das Luzerner Kantonale Jugendmusikfest in Schüpfheim.

Roger Rüegger

roger.rueegger@luzernerzeitung.ch

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